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Dramatische Zahlen zur Netzwerk-Sicherheit: Drei von vier Routern sind unsicher

Eine Studie bringt erschreckende Zahlen zur Unsicherheit von Netzwerken zu Tage: Drei Viertel der deutschen Nutzer schützen ihren Router kaum oder gar nicht - fürchten aber die Folgen eines Angriffs.

Von Malte Mansholt

Unsichere Router: Viele Netzwerke sind wegen weggelassener oder zu einfacher Passwörter nicht ausreichend gegen den Zugriff durch Hacker geschützt.

Unsichere Router: Viele Netzwerke sind wegen weggelassener oder zu einfacher Passwörter nicht ausreichend gegen den Zugriff durch Hacker geschützt.

Es ist der Alptraum eines jeden Computernutzers: Hacker haben den Rechner angegriffen und wichtige Daten, etwa zum Online-Banking, stehlen können. Um sich vor einem solchen digitalen Überfall zu schützen, sichern die meisten Nutzer glücklicherweise ihren Rechner mit einem Antiviren-Programm (Die beste Antiviren-Software finden Sie hier). Eine mögliche Sicherheitslücke haben aber die wenigsten im Blick: den hauseigenen Router.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Avast, Hersteller verschiedener Antiviren-Programme. Die Sicherheitsexperten befragten 8000 deutsche Haushalte zu ihrem Heimnetzwerk - und zeichnen nun ein erschreckendes Bild von der deutschen Netzwerksicherheit.

Kein Hindernis für Hacker

Mehr als die Hälfte der befragten Nutzer schützte ihren Router entweder gar nicht oder lediglich mit einer Kombination aus Benutzernamen und Passwort, die für potenzielle Angreifer einfach zu erraten wäre. Die Studie nennt zum Beispiel "admin" als Benutzername und Kennwort. Ein weiteres Viertel benutzt Daten wie den Familiennamen, die Straße oder die Telefonnummer - alles Informationen, die ein Angreifer herausbekommen und ausprobieren würde.

Die Gefahren aus der Übernahme des Routers durch einen Hacker sind vielseitig. So können Angreifer die Daten über einen anderen Server laufen lassen und dabei auslesen - inklusive Passwörtern. Nicht nur für Nutzer von Online-Banking ist das ein Alptraum. Natürlich sind auch sämtliche über das Netzwerk geteilten Daten in Gefahr, wie etwa Fotos.

Sorge um die eigenen Daten

Dabei sind die Deutschen eigentlich um genau solche Informationen in Sorge. 33 Prozent befürchten den Diebstahl von Bankdaten, 31 Prozent den von persönlichen Informationen. Auch der Browserverlauf (17 Prozent) und die Fotos (16 Prozent) sähen viele nicht gerne in fremden Händen.

Erwartungsgemäß empfiehlt Avast die Nutzung des eigenen Sicherheits-Programmes, um die Gefahr zu bannen. Dabei gibt es eine ganz einfache Lösung: Unsichere Nutzer müssen lediglich Benutzername und Kennwort des eigenen Routers ändern. Wie das geht, findet man in der jeweiligen Betriebsanleitung.

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