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Videospiele: Microsoft öffnet Xbox 360 für Hobby-Entwickler

Im Gegensatz zum PC ist es nicht so einfach möglich, für Videospielkonsolen Spiele zu entwickeln. Microsoft öffnet nun seine Xbox 360 für Spiele, die von Amateuren programmiert wurden, und bietet sie auch anderen Nutzern zum Download. Eine Voraussetzung müssen die Hobby-Produkte aber erfüllen.

Microsoft öffnet seine Spielekonsole Xbox 360 für Hobby-Programmierer: Sie können künftig von ihnen selbst entwickelte Spiele auf der Online-Plattform Xbox Live veröffentlichen, spielen und von anderen Spielern bewerten lassen. Ab sofort sollen zunächst sieben Titel verfügbar sein, die mit Microsofts Entwicklungsplattform XNA Game Studio 2.0 programmiert wurden, teilte das Unternehmen mit. Um die Software nutzen zu können, muss man entweder dem "XNA Creator's Club" beitreten oder eine Gebühr von 99 US-Dollar pro Jahr bezahlen. Vor etwas mehr als einem Jahr hatte das Unternehmen Hobby-Entwicklern erstmals eine erste Fassung der Entwicklungsplattform zur Verfügung gestellt.

"Die Zeit ist reif für die Spieleindustrie, ihre Türen für alle Games-Entwickler zu öffnen und es jedem zu ermöglichen, seine Kreationen mit dem Rest der Welt zu teilen", sagte Microsoft-Manager John Schappert auf der Games Developer Conference in San Francisco. Zugleich will Microsoft auch seinen bislang nur in den USA erhältlichen Media-Player Zune mit den neuen Entwickler-Möglichkeiten zur mobilen Spieleplattform aufrüsten. Hobby-Entwickler sollen ebenfalls die Möglichkeit erhalten, Software für den Zune zu entwickeln.

Der Zune war vor mehr als einem Jahr als möglicher Herausforderer für Apples populären iPod-Player an den Start gegangen. Nach einem relativ bescheidenen Erfolg des Geräts konnte Microsoft sich allerdings bislang nicht durchringen, den Zune auch auf dem europäischen Markt einzuführen. Microsoft steht im Markt der großen Konsolen mit der Xbox 360 im Wettbewerb mit Sony (PlayStation) und Nintendo (Wii). Der Software-Riese hat aber bisher keine mobile Konsole im Angebot. Seine Konkurrenten machen einen nicht unerheblichen Teil ihres Umsatzes dagegen mit dem Nintendo DS und der Playstation Portable (PSP).

DPA / DPA
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