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Schluss mit Lästern: Mobbing-Portal "Isharegossip" gehackt

Vorläufiges Aus für Lästermäuler: Hacker haben offenbar die Mobbing-Website "Isharegossip.net" vom Netz genommen. In einer Mitteilung drohten sie den betreibern, alle Daten zu veröffentlichen - wenn die sich nicht der Polizei stellen.

Es hat sich ausgetratscht. Unbekannte Hacker haben offenbar die Mobbing-Website "Isharegossip" lahmgelegt. Momentan ist die Internet-Seite nicht zu erreichen. Stattdessen erscheint die Meldung, dass die Domain gestohlen wurde - der Server sei davon aber nicht betroffen. Auch die Nutzer der Website haben nichts zu befürchten, denn die IP-Adressen werden von den Betreibern nicht gespeichert, so die Mitteilung. Bis die näheren Umstände aufgeklärt sind, bleibt die Website offline.

Zwischenzeitlich prangerte auf der Website eine Meldung der anonymen Hacker, die sich selbst "23timesPi" nennen. Sie forderten die Administratoren auf, sich innerhalb einer Woche bei der Polizei zu melden - ansonsten würden alle Daten öffentlich gemacht werden. Mails, Zugangsdaten und Namen seien bereits bekannt. "Dann können sich die Opfer gleich persönlich bedanken kommen", hieß es dort. Überschrieben ist die Seite mit dem Gruß "Hacks And Kisses", darunter ein Gedicht.

Lästern auf niedrigem Niveau

"Isharegossip" ist eine der erfolgreichsten Pöbel-Plattformen im Internet und erlangte eher zweifelhaften Ruf. Die Seite wird vor allem von Jugendlichen genutzt, die dort ihre Mitschüler anonym beschimpfen oder Gerüchte verbreiten. Deshalb steht sie seit März auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien.

Zudem ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main seit einigen Wochen wegen übler Nachrede und Beleidigung gegen die bisher unbekannten Betreiber. So nahmen die Ermittler Ende Mai einen Trittbrettfahrer vorübergehend fest, nachdem der sich in einem Fernsehbericht des Sat.1-Magazins "Akte 2011" als angeblicher Betreiber ausgegeben hatte.

cf/AFP / AFP