HOME

Bis zu 250 Euro Rabatt: Diese Krankenkassen zahlen beim Kauf einer Apple Watch Geld zurück

Medienberichten zufolge planen mehrere Krankenkassen, ihren Mitgliedern den Kauf einer Apple Watch zu subventionieren. Im besten Fall locken bis zu 250 Euro Rabatt.

Die Apple Watch gibt es seit drei Monaten

Die Apple Watch gibt es seit drei Monaten

Die Apple Watch gibt es seit Ende April in Deutschland, nun weckt die smarte Armbanduhr offenbar auch das Interesse der Krankenkassen: Als erste Krankenkasse bezuschusst die AOK Nordost den Kauf elektronischer Fitnessmesser. Versicherte, die am "AOK-Gesundheitskonto" teilnähmen, bekämen für den Kauf solcher Geräte (sogenannte Wearables) einmal in zwei Jahren einen Zuschuss von maximal 50 Euro, aber höchstens 50 Prozent des Anschaffungspreises, teilte eine Sprecherin der Krankenkasse der Nachrichtenagentur DPA mit.

Digitalisierung längst im Alltag angekommen

Dieser Zuschuss gelte für sämtliche Geräte, die Herzfrequenz, Streckenlänge, Höhenmeter, Geschwindigkeit, Kalorienverbrauch und anderes dokumentierten, also für Fitnessarmbänder und Smartwatches - und damit auch für die Apple Watch. "Ein einfacher Schrittzähler, der keine anderen Informationen ermittelt als die Schrittzahl, wird daher nicht bezuschusst."

Die AOK-Sprecherin begründete das Vorgehen der Krankenkasse damit, dass die Digitalisierung für viele Menschen längst im Alltag angekommen sei. "Das veränderte Konsumentenverhalten, aber auch die Zunahme von Volkskrankheiten bereits in der jüngeren Generation erfordern nach unserer Auffassung auch von gesetzlichen Krankenkassen innovative Wege in der Prävention zu gehen."

TK bezuschusst bis zu 250 Euro

Einen ähnlichen Weg geht die Techniker Krankenkasse (TK). Diese plant, ihren Mitgliedern einen Betrag von bis zu 250 Euro zu erstatten, erklärt eine TK-Sprecherin gegenüber "gruenderszene.de". Kein schlechter Deal, wenn man bedenkt, dass die Apple Watch in der günstigsten Variante 399 Euro kostet. Für den Zuschuss muss man aber einiges tun: Nur wenn das Mitglied innerhalb eines Jahres an neun verschiedenen Maßnahmen des TK-Bonusprogramms teilnimmt, gibt es einen Anspruch auf das Geld.

Zu den Maßnahmen gehören  Früherkennungs- oder Vorsorgeuntersuchungen, diverse Gesundheitskurse und andere Aktivitäten wie die Mitgliedschaft in einem Sportverein. Zugriff auf die gesammelten Daten der Apple Watch bekommt die Krankenkasse nicht. Alternativ zu dem 250-Euro-Zuschuss könne man auch 90 Euro in bar bekommen, schreibt "Gründerszene". Vor Inkrafttreten des neuen Bonusprogramms müsse allerdings noch das Bundesversicherungsamt die Regelungen auf ihre Vereinbarkeit mit dem Sozialgesetz prüfen.

Nicht nur bei Datenschützern gibt es Vorbehalte gegen Gesundheits-Apps. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) mahnte jüngst, jeder müsse wissen, dass mit solchen Apps persönliche Daten ins Internet gelangen könnten, die nicht ausdrücklich geschützt seien.

mit DPA
Themen in diesem Artikel