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Porno statt Emoji Vorsicht vor diesem Whatsapp-Kettenbrief

Eine Frau starrt entsetzt auf ihr Smartphone
Der neue Whatsapp-Kettenbrief hält nicht, was er verspricht
© lolostock/Getty Images
Kettenbriefe bei Whatsapp sind nervige Zeitverschwendung. Vor diesem aktuellen muss man sich aber besonders in Acht nehmen.

Anfang des Jahres verging kaum eine Woche ohne einen oder gleich mehrere Kettenbriefe bei Whatsapp. Mal waren es gut gemeinte Warnungen vor nicht existierenden Problemen, mal Schauergeschichten ohne Hand und Fuß. Immer wieder sind aber auch welche dabei, die tatsächlich gefährlich sind. In diesem Artikel erklären wir, warum man sie nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Und genau so ein Kettenbrief macht aktuell wieder die Runde.

Wie so oft will man naive Nutzer mit neuen Emojis in die Falle locken. Die sollen diesmal gar animiert sein, verspricht die Nachricht. "Kraaasss! es gibt jetzt Emojis, die sich bewegen! Schalte jetzt die neuen beweglichen Emojis frei!" lautet der Text nach Angaben von "Mimikama". Darunter dann der obligatorische Link.

Porno statt Emoji

Klickt man den an, landet man auf einer Seite, auf der es plötzlich nur noch um "den neuen Whatsapp Smiley" geht. Damit die Opfer nicht zulange darüber grübeln, läuft ein Timer ab: Nur 300 Sekunden hat man, um die vermeintlichen Smileys zu aktivieren. Wie immer muss man die Nachricht vorher per Whatsapp teilen. 13 Freunde oder drei Gruppen sind es diesmal. Erst dann darf man auf "Weiter" tippen.

Die schlimmsten Aprilscherz-Bilder

Was dann passiert, haben die Kollegen von "Mimikama" ausprobiert: Statt Emojis zu laden, öffnete das Smartphone plötzlich Unmengen von Internetseiten, während es wild zu vibrieren begann. Natürlich waren keine seriösen Seiten darunter, sondern jede Menge Pornografie und Abzock-Seiten. Da eine Drittanbieter-Sperre eingerichtet war, konnten sie aber keinen Schaden anrichten. Bei einem arglosen Nutzer hätte das ganz schnell ins Geld gehen können: Einige Abzockfallen kosten schon mal 10 Euro - jede Woche.

Wer eine der Whatsapp-Nachrichten erhält sollte sie daher ganz schnell in den Papierkorb befördern - und den Bekannten, von dem er sie erhalten hat, warnen. Vermutlich war der einfach naiv genug, die Emojis laden zu wollen. Zudem sollte man ganz allgemein eine Drittanbieter-Sperre einrichten. Wie das geht und wie man am besten vorgeht, wenn man bereits in eine Abofalle getappt ist, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westphalen auf dieser Seite.

mma

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