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Editorial: Gemeinsam für Afrika

Zusammen mit Herbert Grönemeyer unterstützt der stern eine gemeinsame Spendenaktion von 26 deutschen Hilfsorganisationen. Ob Ärzte ohne Grenzen oder Caritas, Malteser oder Terre des hommes - alle haben in diesem Jahr in der Vorweihnachtszeit nur ein Ziel: Helft Afrika!

Liebe stern-Leser!
Zusammen mit Herbert Grönemeyer unterstützt der Stern eine gemeinsame Spendenaktion von 26 deutschen Hilfsorganisationen. Ob Ärzte ohne Grenzen oder Caritas, Malteser oder Terre des hommes - alle haben in diesem Jahr in der Vorweihnachtszeit nur ein Ziel: Helft Afrika!
Dort leben 80 Prozent der Menschen in bitterster Armut. Zwei Drittel der Bevölkerung haben kein sauberes Trinkwasser. Zigtausende sterben an Unterernährung, Malaria oder Aids. Das ist der ganz normale Wahnsinn.
Hinzu kommen gewaltsame Konflikte und Bürgerkriege. Ständig sind irgendwo Menschen auf der Flucht, werden Kinder als Soldaten zwangsrekrutiert, Frauen vergewaltigt, Alte und Junge verschleppt und verstümmelt.
Auch wenn die Lage auf dem schwarzen Kontinent insgesamt hoffnungslos erscheint: Es gibt viele Stellen, an denen Menschen konkret und wirksam geholfen wird. Herbert Grönemeyer und ein Reporterteam des stern haben vergangene Woche elf deutsche Hilfsprojekte in Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo besucht und können guten Gewissens sagen: Dort ist jeder Euro gut angelegt.
Ich bitte Sie, liebe Leserin und lieber Leser: Unterstützen auch Sie in diesem Jahr die Aktion "Gemeinsam für Afrika". Spenden Sie. Und melden Sie sich, wenn Sie eine gute Idee haben, mit Ihrer Firma, Ihrem Verein oder Ihrer Schulklasse Geld zu sammeln. Stern und Stern.de werden regelmäßig über den Fortgang der Aktion berichten.
Oft ist das Elend gar nicht so fern. Das zeigen die Reportagen von Manfred Karremann, der seit 1990 für den Stern arbeitet. Über ein Jahr lang war der diplomierte Sozialpädagoge in die abgeschottete Szene der Pädo-Sexuellen abgetaucht - ein Gemeinschaftsprojekt von Stern und ZDF. Er wollte in Wort und Bild dokumentieren, mit welchen Maschen und Tricks diese Männer an Kinder herankommen und wie es ihnen gelingt, deren Eltern einzuwickeln. "Es war die härteste Recherche, die ich je gemacht habe", sagt der Journalist, der in der Vergangenheit auch mit Enthüllungen über Tiertransporte und die Zustände in der Massentierhaltung für Aufregung sorgte. Für Karremann hatte das Wohl der Kinder jederzeit Vorrang. Mütter und Väter sind verständigt worden, gegen viele Männer laufen Ermittlungsverfahren - teilweise schon länger. Der stern kann nicht alles zeigen und drucken, was Karremann erlebt hat. Was wir Ihnen aber nicht ersparen können und wollen, damit die Öffentlichkeit aufgeklärt wird und unsere Kinder in Zukunft sicherer sind.

Herzlichst Ihr
Thomas Osterkorn

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