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Alleingeburt: Sechsfache Mutter entbindet im Garten, wenn's nicht zu kalt ist

Sarah Schmid hat sechs Kinder und keins davon im Krankenhaus bekommen. Die Medizinerin lebt mit ihrer Familie im Elsass und teilt ihre Erfahrungen zum Thema Alleingeburt online. 

Sarah Schmid mit Familie

Sarah Schmidt und ihre sechs Kinder (v.l.n.r.): Emanuel, 6, Konstantin, 2, Elisabeth, 4, Jonathan, 8, Kiran, 5 Monate, und Johanna, 10.

Sarah Schmid hat bei der Geburt ihres ersten Kindes festgestellt, dass sie sich wohlfühlen muss, um zu gebären. Damals, vor gut zehn Jahren, war ihre Hebamme bei der Geburt eines anderen Kindes und Schmid musste mit einer Vertretung vorliebnehmen. Deren Anwesenheit hat zum Geburtsstillstand geführt, wie Schmid glaubt, erst mit dem Eintreffen der eigentlichen Hebamme konnte sie entbinden. Diese Erfahrung führte dazu, dass Schmid schon früh in der zweiten Schwangerschaft beschloss, ihr nächstes Kind allein zu bekommen. Und zwar ganz allein. 

Sarah Schmid hält ihr gerade geborenes Baby im Arm

Zwischen Trampolin und Rutsche kommt das Kind im Garten der Familie zur Welt. Sarah Schmid entbindet im Alleingang – ohne Facharzt oder Hebamme.

In dem Blog "Stadt Land Mama" berichtet Schmid davon, wie sie vorgegangen ist. Sie hatte sich im Wald einen "Geburtsplatz" ausgesucht, damals lebte sie mit ihrem Mann, der ebenfalls Arzt ist, und ihrer Tochter aus beruflichen Gründen in Schweden. Warum sie ganz allein sein wollte, begründet sie so: "Bei der ersten Alleingeburt wollte ich für mich jeden ausschließen, der Angst mitgebracht hätte. Ich hatte genug damit zu tun, mein Selbstvertrauen nach der letzten Geburt wiederzugewinnen und wollte nicht, dass die Ängste meines Mannes komplizierend dazukommen. Bei den anderen Geburten hatten sowohl mein Mann als auch ich dann genug Vertrauen in meine Gebärfähigkeit und ich mochte ihn gern dabeihaben." 

Alleingeburt – eine mutige, aber gefährliche Entscheidung

Schmid, in Halle geboren, lebt inzwischen im Elsass. Zu ihrer Familie gehören mittlerweile sechs Kinder, zehn, acht, sechs, vier, zwei Jahre und das Jüngste ist fünf Monate alt. Kiran, den Säugling, hat Schmid im Garten der Familie zwischen Trampolin und Plastikrutsche geboren. Die 35-Jährige hat mittlerweile Routine – und sieht sich als Vorreiterin für Alleingeburten. Bei zwei Begleiterscheinungen rät sie allerdings doch dazu, ein Krankenhaus aufzusuchen: Bei starken Blutungen und wenn es zu ruhig im Bauch ist, denn dann könnte es dem Kind nicht gut gehen. Auf ihrem Videokanal bei Youtube macht Schmid Werbung für Geburten in Eigenregie. Ärzte und Hebammen dürften das kritisch sehen.

2014 kamen in Deutschland 717.524 Kinder zur Welt und nur 10.650 davon nicht im Krankenhaus. Die meisten von den Letzteren fanden in Geburtshäusern statt, also in von Hebammen geleiteten Einrichtungen. In Deutschland haben Frauen zwar ein Recht auf die freie Wahl des Geburtsortes, doch eine Alleingeburt gehört in die Kategorie "sehr gefährlich". Wenn Komplikationen auftreten, kann der Weg ins Krankenhaus zu lange dauern, was das Leben von Mutter und Kind in Gefahr bringen kann. 

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bal
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(