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Kommentar zum Amoklauf in Roseburg: Wir müssen an Schulen über Amokläufe reden!

Auch wenn Roseburg weit weg ist, bewegen uns Amokläufe immer wieder, weil Unschuldige zu Opfern werden. Ereignen sie sich an Schulen, löst das bei Schülern ein flaues Gefühl im Magen aus. Weil wir nicht aufgeklärt werden.

Ein Kommentar von Schülerpraktikant Arne Torikka

Sanitäter transportieren einen getöteten Schüler ab

Solche Horrorbilder möchte ich als Schüler nicht mehr sehen. Da Amokläufe aber immer wieder passieren, will ich in meiner Schule darüber reden.

Wieder ein Amoklauf. Wieder die USA. Wieder eine Schule. In den letzten drei Jahren gab es allein in den Vereinigten Staaten sieben Amokläufe an Schulen. Jetzt ist die Liste um einen weiteren Tatort angewachsen. Die Täter hinterlassen Trauer, Angst und Wut bei den Eltern, Verwandten und Freunden. So ein Amoklauf erreicht auch Deutschland. Die Eltern denken viel über die Sicherheit ihrer Kinder an den Schulen nach. Aber was ist mit den Schülern selbst?

"Es gibt ein Codewort"

Über das Thema sprechen wir nicht mit unseren Lehrern. Ich will nicht darüber nachdenken. Die Lehrer bestimmt auch nicht. Ich kann es mir, ehrlich gesagt, auch nicht an unserer Schule vorstellen, aber das kann man ja eigentlich nie. Ich kann mir noch nicht mal vorstellen, dass unsere Schule brennt. Jedoch weiß ich, wie ich mich verhalten und wo ich hingehen soll bei einem Feueralarm.

Aber bei einem Amoklauf habe ich keine Ahnung, was ich machen soll. Einmal habe ich nachgefragt, ob es bei uns sowas wie einen Amokalarm gibt. Die Antwort fiel knapp aus: "Es gibt ein Codewort." Daran erkennt man, wie versucht wird, dieses ernste Thema zu verdrängen. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob an meiner Schule jeder Lehrer das Codewort kennt oder überhaupt von dessen Existenz weiß. Vor allem bei Referendaren denke ich, dass sie nicht über einen solchen Notfall aufgeklärt werden.

Der Amokalarmknopf

In anderen Schulen gibt es neben dem Feueralarmknopf auch noch den Amokalarmknopf. Klar, fühlt man sich in gewisser Hinsicht sicherer, aber auch nur so lange, bis der Knopf gedrückt wird – wenn auch nur aus Spaß. Genau das ist einem Bekannten von mir widerfahren. Nur durch ihn weiß ich, was in einem solchen Fall geschieht: Die Lehrer haben alle Türen abgeschlossen, die Gardinen zugemacht, das Licht ausgeschaltet und dafür gesorgt, dass sich alle Schüler sofort auf den Boden legen. Jedenfalls war das so in seiner Schule. Ein Albtraum für jeden Lehrer und Schüler! Aber auch für die Eltern.
Jegliche Art von Drohungen sollten ernst genommen werden. Man kann zwar immer sagen: "Das ist doch nur ein dummer Schülerstreich." Aber selbst da plagt einen wieder die Ungewissheit. Wenn in der Schülertoilette der Satz "Morgen bringe ich euch alle um" steht, wie es bei einem weiteren Bekannten von mir der Fall war, muss man diese Drohung ernst nehmen und verfolgen. Bei ihm zum Beispiel blieb aus diesem Grund am nächsten Tag die Schule geschlossen. Dann fallen eben mal ein bis zwei Tage Unterricht aus, um die Sache zu verfolgen. Die Sicherheit geht nun mal vor.

Und jetzt?

Immer wenn ich von einem Amoklauf in den Nachrichten gehört habe, ging ich anschließend mit einem sehr mulmigen Gefühl zur Schule. Es gibt Themen, die verschweigt man gerne, weil man es unangenehm findet, darüber zu sprechen oder weil man über gewisse Dinge gar nicht nachdenken mag. Trotzdem brauchen wir eine gewisse Sicherheit in der Schule oder einen Plan, wie man mit solchen Katastrophen umgeht.
Deswegen sollten auch wir das Thema Amoklauf an unserer Schule nicht einfach verschweigen. Die Lehrer müssen die Schüler aufklären, wie in einer solchen Situation vorgegangen wird. Ein klarer Plan würde sicherlich auch die Eltern beruhigen. Spätestens nach dem Amoklauf in Winnenden vor sechs Jahren ist jedem Deutschen klar, dass dies inzwischen kein rein amerikanisches Problem mehr ist. Auch in Deutschland kommen Menschen an Schusswaffen.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.