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Rechtschreibung "Ich habe eine Frage": Duden antwortet einer Neunjährigen bei Instagram

Ein Mädchen mit einem Duden unterm Arm
Die deutsche Rechtschreibung wirft gelegentlich Fragen auf (Symbolbild)
© Julian Stratenschulte / Picture Alliance
Obwohl es das Grundschulwörterbuch besitzt, kann ein Mädchen nicht verstehen, warum das Wort "Zubehör" nicht anders geschrieben wird. Die Schülerin wendet sich mit ihrer Frage an die deutsche Rechtschreibinstanz.

Sprache verändert sich und deswegen auch immer wieder die Rechtschreibung. Selbst Experten müssen immer wieder nachschlagen, was denn nun gerade gilt, wenn sie sich an die aktuell korrekte Schreibweise halten wollen. Nicht jede Reform erscheint logisch oder nachvollziehbar und manche Entscheidung des Dudenverlags wird auch ein paar Jahre später wieder revidiert. Kein Wunder also, wenn jemand "da mal 'ne Frage" hat. In einem aktuellen Fall stellte sie ein neunjähriges Mädchen, das sich das Wort "Zubehör" nicht erklären konnte – ihm fehlte das Verb dazu, denn "zubehören" gibt es schließlich nicht.

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Natürlich wissen die Experten für Orthografie auf diese Frage eine Antwort – auch wenn sie eigentlich nicht direkt mit Rechtschreibung zu tun hat. Vielmehr begründet sich die Schreibweise des Wortes "Zubehör" mit seiner Herkunft – in der bei Instagram veröffentlichten Antwort an die Neunjährige vermeiden die Profis den altgriechischen Begriff Etymologie, den Sprachwissenschaftler dafür verwenden.

Ständige Veränderung und tausende Ausnahmen

Wer nicht gerade Literaturwissenschaften studiert hat, setzt sich mit der Entstehung der deutschen Sprache eher selten auseinander, schon gar nicht in der Grundschule. Dass eine Neunjährige sich dafür interessiert und dann auch noch eine Erklärung verlangt, ist auf jeden Fall eher ungewöhnlich. Dass der Duden auf solche Frage antwortet, gehört allerdings zum Selbstverständnis des Verlages – den man bei Unklarheiten sogar anrufen kann.

Papier mit rot markierten Rechtschreibfehlern

Da man von einem Umfang des Wortschatzes in der deutschen Sprache von 300.000 bis 500.000 Wörtern ausgeht, könnte da einiges an Nachfragen anfallen. Insbesondere wenn man sich anschaut, wie "inkonsequent" es in der deutschen Sprache manchmal zugeht. Unsere Anfrage hat der Dudenverlag wie folgt beantwortet: 

"Wir erhalten im Monat rund 200 E-Mails, meist von Nutzerinnen und Nutzern, die durch das Nachschlagen auf Duden online eine Frage zur deutschen Sprache in Zusammenhang mit dem Onlinewörterbuch haben. Die Nachfrage hier nimmt zu, da immer mehr Menschen online nachschlagen.

In Briefform sind die Anfragen in den letzten Jahren natürlich weniger geworden und die Menge ist ganz unterschiedlich. Im Schnitt sind es etwa 20 Briefe pro Monat. Über Anfragen von Schülerinnen und Schülern freuen wir uns natürlich ganz besonders!"


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