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"500 ungelesene Nachrichten": Eine Woche ohne Handy - Teenager erzählen vom kalten Entzug

Eine Schulklasse aus der Schweiz machte den Versuch: Eine Woche auf das Handy verzichten. Und griff, um die Entzugserscheinungen zu lindern, zu fast schon altertümlichen Methoden. 

Handys in die Kiste und weg sind sie: Auch wenn auf dem Foto eine andere Klasse zu sehen ist, bei den Schülern aus der Schweiz muss es ähnlich ausgesehen haben.

Handys in die Kiste und weg sind sie: Auch wenn auf dem Foto eine andere Klasse zu sehen ist, bei den Schülern aus der Schweiz muss es ähnlich ausgesehen haben.

Keine Nachrichten schreiben und keine bekommen, kein Instagram oder Snapchat, quasi abgeschnitten von der normalen Welt: Eine schweizerische Schulklasse voller Teenies hat eine Woche komplett auf Handys verzichtet. Und zwar nicht aus Zwang, sondern als gemeinsames Experiment. Gut, eines hat die Sache wohl extrem vereinfacht: Die Woche haben die 15-Jährigen gemeinsam während eines Schulausfluges verbracht. Sie waren also sowieso den Großteil der Zeit zusammen und niemand musste einsam in seinem Zimmer sitzen.

Doch für die Jugendlichen war es trotzdem ein großer Einschnitt, wie der "Tagesanzeiger" schreibt. "Für diese handyfreie Woche habe ich mich extra bei meinen Kontakten abgemeldet", erzählt eines der Mädchen. "Ich bin jemand, der sehr schnell zurückschreibt, und es wäre mir unangenehm, wenn jemand denken würde, ich würde ihn absichtlich ignorieren." Wenn er einen Tag offline sei, habe er locker 500 ungelesene Nachrichten, sagt einer der Jungs. Bei einem anderen waren es sogar mal 12.000. Da habe dann auch das Handy aufgegeben.

Leben am Limit

Die Idee zur Woche ohne Handy hatte die Klasse gemeinsam. Auf die Frage ihrer Lehrerin, was für sie eine große Herausforderungen wäre, gaben viele der Schüler den Handyverzicht an. Gemeinsam entschied man dann, sich dieser Herausforderung zu stellen, erzählt Lehrerin Franziska Tanner im Interview mit "Spiegel Online".

Während des Ausflugs beobachtete sie dann schier unglaubliche Dinge: Die auf Handy-Entzug gesetzten Kinder begannen Kartenspiele zu spielen. Miteinander. Am Tisch. Mit echten Karten.

Und nicht nur das: "… mir war langweilig. In einer solchen Situation hätte ich normalerweise mein Handy ausgepackt und gespielt oder gechattet. Stattdessen habe ich mir eine Zeitung geholt!", erzählt einer der Jungs dem "Tagesanzeiger".

Noch schwerer als den Jugendlichen scheint die Zeit ohne Handy aber ihren Eltern gefallen zu sein. Denn auch wenn die Kinder das Telefon ihrer Lehrerin nutzen konnten, um zu Hause anzurufen, meldeten sich immer wieder besorgte Väter und Mütter bei der Pädagogin. Ob es denn auch allen gut gehe? Man habe ja gar nichts gehört. 
Sie sind es gewohnt, ihr Kind jederzeit erreichen zu können und waren nun auch auf Entzug, sozusagen.

vim
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