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Angst um die Erde: Kleiner Junge wünscht, er wäre erwachsen – damit er die Welt retten kann

Offenbar hat der kleine Henry gerade das Thema Umwelt in der Schule. Als seine Mutter ihn abholt, bricht er minutenlang in Tränen aus, weil wir Wälder vernichten, Grünflächen asphaltieren und Wasser verschmutzen. Seine Mutter filmt ihn dabei.

Junge weint im Auto, Waschbecken beschrieben

Wie sorglos Erwachsene mit der Umwelt umgehen, macht Henry wütend und traurig. Zu Hause hat er deswegen jetzt ein Waschverbot verhängt.

Der kleine Henry scheint eine sehr gute Lehrerin zu haben. Jedenfalls hat sie den Grundschülern das Thema Umwelt so nahegebracht, dass Henry jetzt alle Erwachsenen für ihren verantwortungslosen Umgang mit der Natur zur Rechenschaft ziehen will. Dass Henrys plötzliches Engagement für die Umwelt daher kommt, was er gerade in der Schule durchnimmt, vermutet zumindest seine Mutter Allie.

Allie Hall lebt mit ihrer Familie in Oak Harbour, einem Städtchen auf Whidbey Island im Bundesstaat Washington. Als sie ihren Sohn mit dem Auto von der Schule abholt, überrascht er sie mit einem intensiven emotionalen Ausbruch: Unter ständigem Schluchzen beklagt er sich über Erwachsene. Sie seien schuld daran, dass Tiere Müll fressen, sogar Tierbabys fressen das, was achtlos weggeworfen wird! Henry kann es nicht fassen und hat nur einen Wunsch: sofort erwachsen zu sein, um dagegen anzukämpfen! Dauernd wischt er sich durchs Gesicht, weil ihm die Tränen in Strömen über die Wangen laufen.


Die Aufnahme ihres wütenden Sohnes lud Allie Hall am vergangenen Mittwoch bei Facebook hoch. Vielleicht, weil sie ihrem Sohn dabei helfen will, für mehr Umweltbewusstsein zu sorgen. Vielleicht hat sie auch deswegen direkt Ellen DeGeneres verlinkt, vielleicht möchte sie, dass ihr Sohn seine Beschwerden an die Erwachsenen im Fernsehen vortragen kann. Denn ihr erster Vorschlag an den Jungen, dass er auch als Kind etwas für die Umwelt tun kann, zum Beispiel indem er Plakate malt, kam bei Henry nicht so gut an. Er will kämpfen, schimpfen und die gesamte Erwachsenenwelt seine Wut spüren lassen.

Zu Hause angekommen, hat Henry seinen Aktionsradius zunächst auf das eigene Umfeld beschränkt. Man muss ja klein anfangen. Die mit wasserfestem Stift notierten Anweisungen an seine Eltern sind eindeutig: baden verboten und die Benutzung des Waschbeckens ebenfalls! 

 


bal
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