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Meinung

Grenze überschritten: Diese Mutter schafft's nicht alleine aufs Klo

Sie wird dafür gelobt, zu sagen, wie es ist. Mit Kindern. Doch mit ihrem letzten Facebook-Posting irritiert Sophie Cachia sogar ihre Fans. Dabei wollte sie nur zukünftige Eltern warnen.

Mit kleinen Kindern sind Mütter stets mit Dingen konfrontiert, die von der Brut abgesondert werden. Verrotzte Nasen müssen geputzt, Erbrochenes weggewischt, Windeln gewechselt werden. Glaubt man die ersten Male noch, sich gleich selbst übergeben zu müssen, stumpft man als Elternteil irgendwann ab. Je weniger Gewese man um Exkremente und Co macht, desto schneller ist die Sache erledigt. Man härtet ab. Manchmal zu sehr.

Anders ist wohl kaum zu erklären, wie die Bloggerin Sophie Cachia ein Foto auf ihrem Facebook-Kanal veröffentlichen konnte, mit dem sie künftige Eltern warnen möchte. Davor, dass sie nie Privatsphäre haben werden, solange die Kinder noch klein sind: Cachia hat ihren Sohn Bobby auf dem Schoß, während sie selbst auf der Toilette sitzt und ihren Stuhlgang verrichtet. 

Kann ja mal passieren? Nö!

Sicher erlebt man als Eltern Situationen, die man sich vor dem ersten Kind niemals hätte vorstellen können: Morgens unter die Dusche gehen, während das Baby im Wippstuhl im Badezimmer liegt, damit man währenddessen beruhigend auf den Zwerg einreden oder bei Geschrei schnell wieder herauskommen kann. In Hausschuhen und ungekämmt einkaufen gehen, weil man vor lauter Kind vergessen hat, noch einmal in den Spiegel zu schauen. Kennt man alles.

Aber während Cachia die Zeit fand, Wimperntusche und Lippenstift aufzulegen, konnte sie, wie sie schreibt, nicht allein zur Toilette. Sowas hört man nicht so oft. Von der Situation ein Selfie mit Kind zu machen, DAS musste man bislang allerdings noch NIE sehen. Cachia, derzeit hochschwanger mit dem zweiten Kind, fand das aber offenbar normal. Und hatte auch keine Bedenken, das Foto bei Facebook ihren 86.000 Followern zu präsentieren.

Hoffentlich waren an diesem Ausrutscher nur die Hormone schuld. Denn Bobby hätte sich in seinem Alter bestimmt für die kurze Zeit anders beschäftigen lassen.

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