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THC-Bonbons: Fünftklässlerin setzt ihre Schulklasse unter Drogen – aus Versehen

Sie dachte, es wären Bonbons und wollte mit ihren Mitschülern teilen. Tatsächlich aber verabreichte eine Neunjährige aus den USA den Kindern aus ihrer Klasse THC.

USA: Neunjährige verteilt aus Versehen THC-Bonbons an Mitschüler

Sie sahen aus wie normale Fruchtgummis – aber sie hatten es in sich. In den Süßigkeiten, die eine Neunjährige aus Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico mit in die Schule brachte, steckte nämlich Tetradydrocannabinol (THC). Das berichtet der Fernsehsender "KRQE News". Der Stoff sorgt für die berauschende Wirkung von Marihuana – und kann bis zu hundert Mal stärker wirken als herkömmliches Haschisch.

Die Schülerin hatte es nur gut gemeint, als sie die Bonbons an ihre Freundinnen aus ihrer Schulklasse verteilte. Einige ihrer Mitschülerinnen griffen zu, sie selbst soll drei oder vier der Bonbons gegessen haben. "Ich fühlte mich schwindlig, als ob der Raum zur Seite kippen würde", erzählte eines der Kinder. "Wir dachten, es wären ganz normale Süßigkeiten."

Eine Lehrerin alarmierte daraufhin den Notarzt. Mit medizinischer Betreuung überstanden alle betroffenen Kinder den Zwischenfall unbeschadet. Die Neunjährige wurde für eine Woche vom Unterricht suspendiert.

THC in Gummibonbons

Dabei hatte sie die Bonbons offenbar im guten Glauben mit ihren Mitschülerinnen geteilt. Wie der Fernsehsender "KRC News" auf seiner Internetseite berichtet, hätten die Eltern des Kindes THC zu medizinischen Zwecken verschrieben bekommen. Anscheinend habe das Mädchen die Süßigkeiten aus der heimischen Wohnung mitgenommen. Sie wisse, dass Drogen schlecht seien, erzählte sie reumütig. Gegen die Eltern wird nun ermittelt.

"Bitte seien Sie versichert, dass wir alles tun, damit so etwas nicht noch einmal vorkommt", sagte Kristy Del Curto von der Albuqerque School of Excellence. "Da Marihuana in immer mehr Staaten legal wird, wird das Thema mehr und mehr zum Problem werden."

Der Neunjährigen macht die Schulleiterin keine Vorwürfe: "Sie dachte, sie verteilt Süßigkeiten. Und wenn Sie das Bild auf der Schachtel gesehen hätten, sie sahen tatsächlich aus wie Süßigkeiten." Als Konsequenz aus dem Vorfall sollen die Schüler nun nichts mehr verteilen dürfen, was sie von zu Hause mitgebracht haben.

epp

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