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Tipps für Reisen mit Kindern: "Wann sind wir endlich daaa?"

Lange Autofahrten können zur Tortur werden, wenn auf dem Rücksitz kleine Quälgeister um die Wette nerven. Wir geben Tipps für einen entspannten Start in den Urlaub.

Drei Kinder auf der Rückbank eines Autos

Meist dauert es nicht lang, bis auf der Rückbank das Chaos ausbricht

Das Auto ist fertig gepackt, endlich kann der Urlaub losgehen. Doch vor der Entspannung am Reiseziel steht für Familien oft noch eine große Herausforderung: eine lange Fahrt mit dem Auto - und nervenden Kindern auf der Rückbank. 

Es soll Kinder geben, die gerne Auto fahren. Doch sobald die Fahrt mehrere Stunden dauert, macht sich auch bei denen irgendwann Langeweile breit. Um streitende, nörgelnde Kinder im Auto zu vermeiden, empfiehlt sich eine genaue Planung der Fahrt. So tun Sie sich und Ihrer Familie etwa einen großen Gefallen, wenn Sie die Reise nicht gerade zu den Stoßzeiten an Ferienwochenenden beginnen.

Wir haben Tipps gesammelt, die die Reise für die gesamte Familie angenehmer machen können - und Ihnen das ständige "Wann sind wir endlich daaa?" ersparen:

  • Timing ist alles: Kinder sind Gewohnheitstiere, auf Veränderungen in ihrem Tagesablauf reagieren viele von ihnen sehr empfindlich. Planen Sie die Fahrt daher am besten rund um den Biorhythmus Ihres Kindes. Mit einem satten und schlafenden Kind auf der Rückbank fährt es sich schließlich gleich viel angenehmer.

 

  • Informieren Sie sich vor Reiseantritt über kindgerechte Raststätten entlang der Strecke. Laut ADAC gibt es deutschlandweit an über 100 Autobahnraststätten Kinderspielplätze, Spielecken, Babywickelräume und Babybetten. Auf Rast.de können Sie nach passenden Pausen-Orten suchen. 

 

  • Das Adventskalender-Prinzip: Bereiten Sie für Ihre Kinder kleine Tüten mit Überraschungen vor, die sie zum Beispiel alle 50 oder 100 Kilometer verteilen (abhängig von der Länge der geplanten Strecke). Es muss nichts Besonderes sein, Kleinigkeiten wie Traubenzucker oder Pixi-Bücher reichen völlig, um die Kinder zu begeistern. Schließlich geht es viel mehr um die Überraschung als um den Inhalt.

 

  • Die Klassiker: Schon die eigenen Eltern haben auf die ablenkende Wirkung von typischen Auto-Spielen wie "Ich sehe was, was du nicht siehst" vertraut. Weitere bewährte Spiele: Wer am schnellsten das nächste gelbe Auto entdeckt, gewinnt; fremden Autofahrern zuwinken und hoffen, dass sie zurück winken; Autokennzeichen raten (Tipp: Damit Eltern sich bei der Frage "Wofür steht denn ANK?" nicht blamieren, stellt der ADAC online eine Liste aller Autokennzeichen zur Verfügung. Vor der Fahrt ausdrucken und unauffällig im Handschuhfach platzieren).

 

  • Machen Sie es sich und den Kindern gemütlich: Ein Nackenhörnchen oder ein kleines Kissen leisten bei einem Nickerchen gute Dienste, ein Handtuch im Kindersitz saugt Schweiß auf. Kleidung, die nicht drückt oder einengt, macht es dem Kind gleich viel bequemer. Drehen Sie die Klimaanlage nicht zu hoch, da sonst die Erkältungsgefahr steigt und es für den Körper umso schwerer wird, wenn Sie das Auto wieder verlassen. Im Sommer auch unvermeidlich: ein Lichtschutz an den Fenstern, um die Kinder vor der Sonne zu schützen. Denn das gefährliche UV-Licht durchdringt die Autoscheiben.


  • Wenn der Zeitdruck nicht zu hoch ist, planen Sie einen Abstecher zu Attraktionen am Wegesrand ein. Das können ein besonders toller Spielplatz, die beste Eisdiele des Landes oder auch Sehenswürdigkeiten wie eine Burg oder eine Statue sein. So können sich nicht nur die Kinder, sondern auch der Fahrer ausgiebig die Beine vertreten. Generell empfiehlt der ADAC regelmäßige Pausen - auch wenn es gerade so gut läuft oder die Kinder endlich schlafen.

 

  • Für kreative Eltern: Erfinden Sie Geschichten, die nur im Auto erzählt werden. Vielleicht über einen Lastwagenfahrer, der auf den deutschen Autobahnen zu Hause ist. In Ihnen steckt ein Puppenspieler? Noch besser! Wählen Sie eine Figur aus, die auf langen Fahrten (aber wirklich nur auf denen und nicht schon auf dem Weg in den Kindergarten) auftaucht. Die Kinder werden sich auf die nächste lange Autofahrt freuen. Für weniger kreative Eltern funktionieren auch Spielzeuge, die extra für eine lange Reise gekauft oder aufgehoben wurden.

 

  • Sind die Kinder durch nichts anderes mehr abzulenken, müssen Sie zum Äußersten greifen - der millionsten Wiederholung von "Bibi und Tina und das Zirkuspony". Oder auch der Rolf Zuckowski Best-of-CD. Überlassen Sie Ihren Kindern die Macht über den CD-Spieler, ist Frieden auf der Rückbank garantiert - ein Ohrwurm von "In der Weihnachtsbäckerei" aber leider auch.


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