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Frankreich: Zwei Jungs wollen einen Unterschlupf bauen – und finden in Omas Bettwäsche ein Kilo Gold

Eine Pariser Familie beschloss, die Zeit des Corona-Lockdowns auf dem Land zu verbringen, weil sich die Kinder dort besser beschäftigen können. Die beiden Söhne hatten auch gleich einen Plan, sie wollten im Garten eine Hütte bauen. Dabei machten sie einen großartigen Fund.

Kinder bauen ein Zelt auf

Bei schönem Wetter ein Traum: im Garten zelten (Symbolbild)

Getty Images

Als in Frankreich der Corona-Lockdown begann, zog eine Familie mit ihren Söhnen von Paris nach Vendôme, südwestlich der Hauptstadt gelegen, ins Haus der verstorbenen Großmutter. Dort gibt es einen Garten. Der brachte die beiden Zehnjährigen auf eine Idee, sie fragten, ob sie sich einen Unterschlupf bauen dürften: aus Ästen, Blättern und Laken. Der Vater, ein Geschäftsmann in der Sechzigern, erlaubte es und sagte, sie dürften dafür Laken verwenden, die ihre verstorbene Großmutter in einem der Gästezimmer verwahrte.

Die beiden zogen los und als sie die Betttücher griffen, fielen zwei schwere Gegenstände aus dem Wäschestapel. Die Jungen beachteten sie nicht weiter und legten sie zurück. Von dieser Begebenheit erzählte der örtliche Auktionator Philippe Rouillac dem französischen Nachrichtensender BFM TV. Kurz darauf berichteten die Kinder ihrem Vater von ihrem Fund, der sie bat, ihm zu zeigen, was sie entdeckt hatten. Der Auktionator berichtet: "Er bat sie, die Gegenstände zu holen." Der Vater betrachtete den Fund. "Er hatte ursprünglich angenommen, es handle sich um Messerbänkchen, die die Großmutter besessen hat." 

Der Vater schickt Fotos des Fundes an ein Auktionshaus

Der Vater fotografierte die beiden Gegenstände und schickte die Bilder an ein Auktionshaus vor Ort und bat um eine fachkundige Meinung. Der Auktionator Rouillac meldete sich und erklärte, es handle sich hierbei nicht um Messerbänkchen. Aber er habe gute Nachrichten, es seien zwei Goldbarren. 

Jedes der beiden Goldstücke wiegt etwa ein Kilogramm. Rouillac nahm sie für eine Auktion an, in der sie am 16. Juni versteigert werden sollen. Jeder der Goldbarren liegt bei einem Einstiegsgebot von 40.000 Euro. Es stellte sich heraus, dass die Großmutter sie 1967 erworben hatte, sogar die Rechnung war noch vorhanden. Da der Goldpreis während der Corona-Pandemie gestiegen ist, rechnet der Auktionator mit einem hübschen Sümmchen. "Wir warten darauf, dass der Goldpreis noch ein wenig steigt, dann könnten sie mindestens 100.000 Euro bringen", erklärt er.

Die beiden Jungen wollen ihren Schatz allerdings nur unter einer Bedingung freigeben: "Sie sagten zu ihrem Vater, dass sie nun ja einen Pool bekommen könnten", so Rouillac.

Quelle: BBC

bal

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