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Textilfresser: Kleidermotten bekämpfen: So erkennen Sie den Befall – und gehen dagegen vor

Sie haben Textilien zum Fressen gern: Kleidermotten lieben Wolle, machen aber auch vor Mischgewebe keinen Halt. Was viele jedoch nicht wissen: Es sind nicht die Motten, die den Schaden verursachen, sondern ihre Larven.

Kleidermotten bekämpfen

So sieht eine Kleidermotte (Tineola bisselliella) extrem vergrößert aus

Getty Images

Die Kleidermotte ist zwar ein Schmetterling, hat jedoch – rein optisch gesehen – nichts mit seinen bunt-gemusterten Verwandten gemein. Ganz im Gegenteil: Der Falter hat gelbliche oder braune Flügel, die wie ein glänzendes Dach über seinem Rücken zusammengefaltet sind. Eine ausgewachsene Motte misst gerade einmal sechs bis neun Millimeter, ihre Eier sind mit dem bloßen Auge kaum erkennbar. Ihre Anwesenheit bleibt jedoch nicht lange unbemerkt, wenn sie ein Kleidungsstück befallen haben, das regelmäßig getragen wird. Denn die Larven fressen kleine, kreisrunde Löcher in die Textilien. Spätestens dann können Sie sicher sein, dass Sie Kleidermotten in der Wohnung haben. Warum die Schädlinge Kleidung zum Fressen gern haben und wie Sie diese wieder loswerden, wird im Folgenden zusammengefasst.

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Darum lieben Kleidermotten Textilien

Wie bereits zu Anfang erwähnt, ernähren sich nicht die Kleidermotten von den Textilien, sondern ihre Larven – und das hat folgenden Grund: Sie brauchen Keratin, um zu wachsen. Und das befindet sich in Tierhaaren, also nicht nur Wolle, sondern auch Leder und Pelze. Kleidung, die aus rein pflanzlichen und synthetischen Stoffen (u.a. Leinen oder Baumwolle) hergestellt werden, tauchen deshalb normalerweise nicht auf ihrem Speiseplan auf. Sie können von den Larven nicht verdaut werden. Das Gleiche gilt für Papier und Holz. In der Natur finden sich die Larven in Vogelnestern oder auch Brutstätten von Säugetieren und ernähren sich entsprechend von den dort vorrätigen Tierhaaren.

Motten fressen Löcher in Kleidung

Typisch für einen Befall sind kreisrunde Mottenlöcher in der Kleidung

Da Kleidermotten auf den Geruch von Wolle, Pelz und Leder (oder auch Schweiß) stark reagieren, fliegen sie auch in zahlreiche Haushalte. Die Anziehungskraft ist so groß, dass sie sich durch jede noch so kleine Ritze quetschen, um zu den Textilien zu gelangen. Im Sommer haben die Schädlinge natürlich besonders leichtes Spiel, wenn die Fenster geöffnet sind: Ein Weibchen kann 100 bis 250 Eier ablegen, die Larven schlüpfen bereits zwei Wochen später und verpuppen sich nach drei Monaten – vorzugsweise an einem warmen, trockenen und dunklen Ort. Sprich im Kleiderschrank, in Löchern oder Ritzen. Nach ca. 60 Tagen, manchmal dauert es auch mehrere Monate, verwandeln sie sich in eine Motte und leben anschließend nur noch 18 Tage.

So können Sie Kleidermotten bekämpfen

Das Tückische an einer Kleidermotte ist, dass ihre Flugzeit von Mai bis September andauert – also den gesamten Sommer über, wenn die meisten Fenster Tag und Nacht geöffnet sind. Hinzukommt, dass aus nur einem weiblichen Falter ganze vier Generationen in einem Jahr folgen können. Das sind jede Menge Eier und hungrige Larven. Haben Sie einen möglichen Befall an Ihren Textilien festgestellt, können Sie die Kleidermotten mit den folgenden Hilfs- und Hausmitteln bekämpfen:

Klassische Falle

Ungiftige Klebefallen enthalten sogenannte Pheromone, also Sexuallockstoffe für männliche Kleidermotten. Die Insekten bleiben an der Leimfläche kleben und verenden dort, sodass sie keine weiblichen Motten mehr befruchten können. Die Falle hat eine Wirkzeit von bis zu drei Monaten und kann aufgestellt, aufgehängt oder aufgeklebt werden. Am besten an einem dunklen, zugfreien Ort wie dem Kleiderschrank in zwei Metern Höhe. Lassen Sie die Fenster in dem Raum geschlossen, damit keine zusätzlichen Motten von draußen angelockt werden.

Natürliche Abwehr

Zur natürlichen Mottenabwehr zählen Lavendelsäckchen. Sie werden einfach in den Schrank gelegt und verbreiten einen angenehmen Duft, den die Falter nicht leiden können. Das Gleiche gilt für naturbelassenes Zedernholz – hier gibt es spezielle Ringe, die Sie an den Kleiderbügeln befestigen können. Das Holz vertreibt nicht nur Kleidermotten, sondern nimmt Gerüche und Feuchtigkeit auf. Durch das regelmäßige Anschleifen der Ringe behält das Holz seine Wirkung über mehrere Monate.  

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Biologische Bekämpfung

Schlupfwespen sind natürliche Feinde von Kleidermotten – und können wie eine Art biologische Waffe eingesetzt werden: Die Insekten sind nur wenige Millimeter groß und haben es auf die Eier der Motten abgesehen. Platzieren Sie die gelieferten Wespeneier in Form kleiner Karten am besten neben oder direkt auf der Kleidung, damit die Tiere so schnell wie möglich ihr Ziel erreichen. Sind keine Kleidermotten mehr vorhanden, verschwinden die Schlupfwespen automatisch wieder. Wiederholen Sie den Vorgang dreimal.

Hitze und Kälte

Kleidermotten mögen es trocken und warm, vertragen aber keine Hitze – oder Kälte. Aus diesem Grund sollten Sie alle Textilien, die möglicherweise befallen sind, auf 60 Grad waschen. Empfindliche Kleidungsstücke aus Wolle, Leder oder Seide können Sie hingegen in einer Plastiktüte im Gefrierschrank für mehrere Tage lagern. Oder aber Sie nehmen ein kleines Stück Rest-Wolle, legen es in eine Box, schneiden ein Loch herein und waschen die Wolle nach einer Woche heiß, um die abgelegten Eier abzutöten.

Zedernringe aus Holz gelten als natürlicher Schutz gegen Kleidermotten

Zedernringe aus Holz gelten als natürlicher Schutz gegen Kleidermotten

Getty Images

Kleidermotten vorbeugen: So funktioniert's

Damit sich erst gar keine Kleidermotten in Ihren Schränken einnisten und Ihre Textilien beschädigen, können Sie vorbeugende Maßnahmen treffen. Das gilt nicht nur für Ihre Kleidung, sondern auch Ihre Teppiche und Polstermöbel, vor denen die Schädlinge keinen Halt machen (sofern Wolle, Leder oder Pelz darin enthalten ist). Diese Fehler sollten Sie vermeiden:

  • Bewahren Sie keine getragene Kleidung im Schrank auf, da Kleidermotten auch von Schweiß, Haaren und Hautschuppen magisch angezogen werden.
  • Motten bevorzugen dunkle und trockene Orte, daher sollten Sie Ihre Kleidung regelmäßig durchtauschen und nicht zu dicht nebeneinander hängen.
  • Saugen Sie Teppiche und Polstermöbel, die Materialien tierischen Ursprungs enthalten, regelmäßig ab. Auch hier sammeln sich Haare und Hautschuppen an.
  • Lüften Sie Ihre Schränke und Regale, in denen Textilien gelagert werden, regelmäßig – und wischen diese mit Lavendel- oder Essigwasser aus.
  • Nutzen Sie Leinen- oder Baumwollsäcke, um darin teure Kleidung aus zum Beispiel Seide oder Leder aufzubewahren. Kleidermotten können diese Materialien nicht verdauen.
  • Wenn Sie Kleidung in Kisten lagern oder aufbewahren wollen, wickeln Sie die Textilien vorher in Zeitungspapier. Aus bisher unerklärlichen Gründen meiden die Motten Druckerschwärze.
  • Je länger Kleidung eingelagert wird, desto ungestörter können sich Kleidermotten darin vermehren. Umso wichtiger ist es, die Textilien regelmäßig auf einen Befall zu untersuchen.

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ast
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