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Haustiere Rote Katzen sollen freundlicher zu Menschen sein – allerdings mögen sie die Gefahr

Rote Maine-Coon-Katze wird gestreichelt
Für einige Menschen gelten Maine-Coon-Katzen als die schönsten überhaupt
© Imago Images
Rote Katzen gelten als freundlicher, anhänglicher und unkomplizierter als andersfarbige Katzen. Allerdings sind sie auch risikofreudiger, was nicht immer harmlos ausgeht.

Dass rote Katzen in den meisten Fällen männlich sind, ist kein Geheimnis. Die Farbe des Fells hängt am X-Chromosom und wird vererbt. Ist das Muttertier rot, wird auch in den meisten Fällen der männliche Nachwuchs rot. Weibliche Katzen haben nur dann ein komplett rotes Fell, wenn beide Elterntiere eine rote Fellfarbe haben. Die Tiere sind aber nicht einfach einfarbig nur rot, sondern getupft, getigert, gestromt oder getickt. Das Fellmuster wird auch als "tabby" bezeichnet. Doch die Tiere unterscheiden sich nicht nur in der Farbe von ihren Artgenossen.

Obwohl die Forschung in dem Bereich noch nicht abgeschlossen ist, ist erwiesen, dass rote Katzen generell freundlicher zu Menschen sind als andere Katzen. Und weil es genetisch bedingt ist, dass es mehr rote Kater als rote Katzen gibt, erklärt dies die Tatsache, wieso diese positive Charaktereigenschaft besonders häufig roten Katern nachgesagt wird.

Rote Katzen sind risikofreudig

In Gebieten mit einem höheren Sterberisiko gibt es weniger rote Katzen. Das deutet darauf hin, dass rote Katzen scheinbar oft zu einem Verhalten neigen, welches riskant ist und auch schnell zum Tod führen kann. Hinzu kommt, dass rote Kater häufig größer und schwerer sind als andersfarbige Kater, was rote Kater aggressiver macht. Sie steigen dadurch im Status in ihrer Umgebung auf. In ländlichen Regionen paaren sich Katzen meistens mit nur einem männlichen Tier. In der Stadt hingegen neigen sie dazu, sich mehrere männliche Fortpflanungspartner zu suchen. Das erhöht die Rivalität unter den Katern. Die roten Kater sind aufgrund ihrer Dominanz und Aggressivität erfolgreicher in der Fortpflanzung. Dennoch ist ihre Risikobereitschaft gefährlich und geht oftmals nicht harmlos aus.

Maren Huck von der University of Derby und Samantha Watson von der Manchester Metropolitan University veröffentlichten im Jahr 2019 einen Artikel im "Applied Animal Behavior Science". Sie analysierten das Verhalten von Freigänger-Katzen, wobei sich herausstellte, dass sich die Tiere ganz anders verhalten, wenn ihre Besitzer z.B im Garten in ihrer Nähe befindet. Die Katzen waren viel entspannter und fühlten sich sicher. Wenn der Mensch die Tiere alleine ließ, stieg die Aufmerksamkeit bei den Katzen. Vielleicht zeigt dieses Verhalten den Grund, wieso rote Katzen besonders zutraulich gegenüber Menschen sind, denn der Mensch ist ihr Beschützer und kann andere Katzen verscheuchen. Allerdings muss diese Schlussfolgerung erst einmal erforscht und bewiesen werden.

Quellen: "Einfach tierisch", "Psychology Today"

ky

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