Krieg in der Ukraine Chronist der Grausamkeit: Sieben Wochen verbrachte Kriegsfotograf James Nachtwey in der Ukraine. Die Bilder verfolgen ihn seither

James Nachtwey
Der 1948 geborene James Nachtwey arbeitete auf Schiffen und als Lastwagenfahrer, ehe er die Fotografie entdeckte – und zu einem der Besten seines Fachs aufstieg. Seit 40 Jahren dokumentiert er Krisen und Kriege auf der ganzen Welt. Sein Credo: "Die Ereignisse, die ich festgehalten habe, sollten nie vergessen und nie wiederholt werden."
© Piero Oliosi/Polaris / Laif
Der legendäre Fotoreporter James Nachtwey dokumentierte In bedrückenden Schwarz-Weiß-Aufnahmen die Gräuel der russischen Invasoren.

Hinweis: Die Fotografien von James Nachtwey zeigen Tod und Leid.

Als der Krieg in der Ukraine begann, bereiste der Fotograf James Nachtwey gerade ein anderes, ein schnell aus dem Fokus der Weltöffentlichkeit geratenes Land im Krieg: das von den Taliban abermals unterworfene Afghanistan. Es war ein wichtiges Projekt für ihn, ein Projekt gegen das Vergessen nämlich. Nachtwey kennt Land und Leute seit Jahrzehnten. Aber selbst aus der Ferne am Hindukusch erschien ihm "das Ausmaß der von den Russen begangenen Ungerechtigkeit und Barbarei derart monumental, dass ich mich entschloss, alles in meiner Macht Stehende zu tun, um mich dem Kampf dagegen anzuschließen".

James Nachtwey kämpft mit der Macht seiner Bilder.

Haus in Trümmern
Eine Frau in den Trümmern ihres alten Lebens. Nachdem sich die russischen Soldaten aus Borodjanka westlich der Hauptstadt Kiew zurückgezogen hatten, kehrten viele Bewohner in ihre Wohnungen zurück, um in den Ruinen nach Habseligkeiten zu suchen. Nachtwey nennt das Vorgehen gegen die Zivilbevölkerung "barbarisch“ und bewundert deren Mut und Widerstandswillen
© James Nachtwey

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