Kunstauktionen Gemälde für über 600 Millionen unterm Hammer


Wer ein paar Millionen Dollar übrig hat, kann zuschlagen: Werke von Henri de Toulouse-Lautrec, Claude Monet , Matisse und Roy Lichtenstein werden ab Dienstag in New York versteigert.

Mit Spannung werden die Herbstauktionen der New Yorker Auktionshäuser Christie's und Sotheby's erwartet. Dort werden ab Dienstag zwei Wochen lang wertvolle Impressionisten und zeitgenössische Künstler angeboten. Christie's rechnet allein für die Versteigerung von drei großen amerikanischen Privatsammlungen mit Werken von Henri de Toulouse-Lautrec, Willem de Kooning, Mark Rothko und Roy Lichtenstein mit Gewinnen von bis zu 400 Millionen Dollar. Sotheby’s will mit dem Verkauf einer weiteren privaten Kollektion zwischen 200 und 300 Millionen Dollar einnehmen.

Zu Christie's spektakulärsten Angeboten gehört "Die Wäscherin" von Toulouse-Lautrec (1886/87), das zu den ersten Meisterwerken des damals 23-Jährigen zählt. Das Bild des rothaarigen Models Carmen Gaudin in locker fallenden Kleidern, die über einen Tisch gebeugt aus dem Fenster schaut, soll zwischen 20 und 25 Millionen Dollar wert sein. Ähnlich große Hoffnungen stützt Christie’s auf einen zweieinhalb Meter hohen Rothko aus dem Jahre 1954 mit dem Titel "Homage to Matisse". Es soll zwischen 15 und 20 Millionen Dollar ersteigern.

Zum ersten Mal seit seiner Entstehung ist ein abstraktes Landschaftsbild ohne Titel von Willem de Kooning aus dem Jahre 1977 auf dem Markt: Dessen Anwalt Lee V. Eastman hatte die Interpretation des Atlantiks in Blau, Pink und Grün direkt vom Künstler gekauft. Heute soll das Werk 4 bis 6 Millionen Dollar wert sein. Auch zahlreiche weitere Werke aus der Eastman-Sammlung stehen in New York zum Gebot. Roy Lichtensteins Pop-Art-Werk "In The Car" (1963) soll nach dem Willen seines Sohnes Mitchell Lichtenstein für mindestens 15 Millionen Dollar den Besitzer wechseln.

Christie's bietet außerdem zwei weitere Privatsammlungen: Für die Sammlung von Bette und Neison Harris aus Chicago, die beide kurz hintereinander im Jahre 2001 starben, erwarten die Erben einen Erlös von zwischen 48 und 68 Millionen Dollar. Insgesamt 35 Millionen Dollar wert sein sollen die 14 Impressionisten aus der Sammlung von Edward R. Broida, einem Immobilienhändler aus Los Angeles.

Sotheby’s bietet unter anderem ein träumerisches Venedig-Gemälde von Claude Monet "Le Grand Canal" (1908) an, für das es bis zu zwischen 12 und 16 Millionen Dollar erwartet. Sotheby’s hatte das selbe Werk des französischen Impressionisten 1989 für damals 11,5 Millionen Dollar verkauft. Cy Twomblys "Untitled (New York City)" wird auf 8 bis 10 Millionen Dollar geschätzt, ebenso wie Andy Warhols "Jackie Frieze".


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