Pirelli-Ausstellung Provokation und Mythos


Freunde und Kenner nennen ihn zärtlich "The Cal": Der Pirelli-Kalender genießt seit Jahrzehnten Kult-Status. Eine Ausstellung in Berlin widmet sich dem Phänomen - mit vielen Bildern.

Wenn Pirelli ruft, sind die Großen der Fotografen-Zunft zur Stelle. Peter Lindbergh, Bruce Weber und Annie Leibovitz standen bereits hinter der Kamera, zu den Models gehörten Jennifer Lopez, Gisele Bündchen und Kate Moss. In 120 Motiven von 27 international renommierten Fotografen zeichnet die Ausstellung in der Berlinischen Galerie die Geschichte des legendären Kalenders nach. Die Geschichte beginnt 1964 mit der Ausgabe von Robert Freemann, dem Porträtisten der Beatles, und spannt sich über mehr als 40 Jahre zu den provokanten Bildern von Mert Alas und Marcus Piggot im Jahr 2006.

Die Ausstellung spiegelt die geschichtliche Wandlung des Schönheitsideals sowie der zeitgenössischen Gesellschaft wider und zeigt, wie sich der Kalender im Laufe der Jahrzehnte zum Mythos und kulturellen Phänomen entwickelte. Dabei war Pirelli zu keiner Zeit eine exklusive Männer-Veranstaltung. Dass auch Frauen die Botschaft dieser weltweit begehrten Edition auf einzigartige Weise kommunizieren können, bewiesen die Französin Sarah Moon (1972) und die Amerikanerinnen Joyce Tennyson (1989) und Annie Leibovitz (2000).

In Berlin, dem einzigen Boxen-Stop in Deutschland, sind erstmals auch Fotos des nie gedruckten Kalenders aus dem Jahre 1963 sowie unveröffentlichte Backstage-Motive zu sehen. Deutschland-Premiere hat auch die aktuelle Ausgabe, "The Cal 2006". Alles in allem bietet die Ausstellung 43 Jahre einer Erfolgsgeschichte in fotografischen Bildern, die Erotik und Ironie, Zeitgeist und Werbung verbinden.

che


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