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Transgender: Jody war eine Frau

Dieser Mann wurde im falschen Körper geboren. Er kam als Frau zur Welt und traf schließlich eine radikale Entscheidung – Jody ließ ihr Geschlecht umwandeln. Für viele Transgender ist das eine Befreiung. Und doch ist ihr Leiden nicht vorbei.

Von Alexandra Kraft (Text) und Jean-François Bouchard (Fotos)

Jody Rose Helfand

Jody Rose Helfand: "Ich wurde in einem weiblichen Körper geboren, hatte aber die Seele eines Mannes. Also veränderte ich meinen Körper so, dass er zu meinem Inneren passt."

Der kanadische Fotograf Jean-François Bouchard porträtierte Männer, die im Körper einer Frau gefangen waren. Er arbeitete drei Jahre an dem Projekt, das am 7. Juli 2016 im stern erschien und nun mit dem Nannen Preis in der Kategorie "Inszenierte Fotografie" ausgezeichnet wurde.

Der rothaarige Mann auf der Bank des Cafés "Coffee Culture" in wirkt zerbrechlich. Seine Schultern hängen herab. Alle paar Sekunden schaut Shayne Ivany auf sein Handy. Er hatte den Treffpunkt vorgeschlagen, an öffentlichen Orten wie diesem fühlt er sich sicher. Leise Pings kündigen eine SMS nach der nächsten an. "Meine Mutter will immer wissen, wo ich bin", sagt der 27-Jährige und lächelt. Schnell tippt er: Alles okay, Mum.

"Sie hat Angst, dass mir etwas passiert, dass mich jemand verprügelt – oder sogar umbringt", sagt er. Tränen steigen ihm in die Augen. Er macht eine kleine Pause, dann sagt er: "Sie weiß genau, wie man mit Typen wie mir umgeht. Ich bin für viele ein Monster."


Shayne Ivany ist transsexuell. Bei ihm stimmt das Geschlecht, mit dem er geboren wurde, nicht mit dem gefühlten überein. 1988 kam er in Toronto als Mädchen zur Welt. "Solange ich denken kann, empfinde ich mich als Junge." Wie er damals hieß, will er nicht verraten. "Den Namen zu hören wäre wie ein Stich in mein Herz. Diese Person habe ich beerdigt." Als Siebenjährige offenbarte er seiner Mutter, dass er sich zum Geburtstag endlich einen Penis wünsche. Als ihm in der Pubertät ein Busen wuchs, schlug er wütend stundenlang dagegen, später band er die Brüste mit Stoffstreifen fest an den Oberkörper. Mit weiten Pullovern und Hosen versuchte er, jede weibliche Rundung zu verstecken.

Wie vielen Menschen es weltweit so ergeht, kann niemand genau sagen. Denn die meisten verstecken sich aus Furcht, verspottet und attackiert zu werden. Daran konnte auch das spektakuläre Outing von Bruce Jenner nichts ändern. Der amerikanische Zehnkampfheld hatte sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen und ist seitdem als Caitlyn gefeierter Star einer Reality-TV-Serie. Es half auch wenig, dass die Schauspielerin Laverne Cox aus der Serie "Orange is4 the New Black", geboren als Roderick Leverne Cox, zur Ikone wurde.

"All diesen Verzweifelten wollte ich ein Gesicht geben"

Das Leben der meisten Transsexuellen ist unbarmherzig. Viele sind arbeitslos, werden aus ihren Wohnungen geworfen. 40 Prozent der obdachlosen Jugendlichen in den USA sind trans- oder homosexuell. Die Diskriminierung findet auf allen Ebenen statt. Der Bundesstaat North Carolina etwa schreibt Transsexuellen gesetzlich vor, welche öffentlichen Toiletten sie zu benutzen haben – nämlich ausschließlich solche, die für ihr ursprüngliches Geschlecht bestimmt sind. Transsexuelle, so die Begründung, seien potenzielle Vergewaltiger. , die sich in eine Frau verwandelt haben, sollen deshalb keine Frauentoilette benutzen. Im Kampf ums Überleben prostituieren sich viele Transsexuelle. Rund um den Globus werden sie überdurchschnittlich häufig Opfer von Misshandlung und Gewalt. Seit 2008 wurden weltweit 2016 Menschen ermordet. Und mehr als 40 Prozent der Transsexuellen in den USA, so Schätzungen einer Opferorganisation, versuchten schon, sich das Leben zu nehmen.

"All diesen Verzweifelten wollte ich ein Gesicht geben", sagt der Fotograf Jean-François Bouchard. Die Suche nach Betroffenen sei schwierig gewesen, das Misstrauen groß, so der Kanadier. Nach zahlreichen E-Mails und langen Telefonaten vereinte Bouchard am Ende 21 Männer, die früher Frauen waren, für Porträts vor seiner Kamera. Ein einmaliges Projekt. "Ich habe darauf geachtet, nicht schockierend oder zu sexuell zu fotografieren", so Bouchard. "Es ging mir darum, mit den Gesichtern der Männer ihr Leben zu erzählen."

Im Café in Toronto zeigt Shayne Ivany stolz eines seiner Fotos. "Ich finde, wenn man darauf meine Augen sieht, ist Jean-François das hervorragend gelungen. Ich hoffe, ich kann damit verhindern, dass andere so leiden müssen wie ich."

"Es war eine sehr, sehr dunkle Zeit"

Ivany wuchs in einem kleinen Dorf in der Nähe von Toronto in einer streng christlichen Familie auf: "Schon in der Schule wurde ich windelweich geprügelt, mein Bruder und mein Vater machten zu Hause weiter, nur weil ich mich nicht wie ein normales Mädchen benahm und anzog. Sie nannten mich Mannweib." Mit 15 Jahren rannte Ivany davon, lieber war er obdachlos, als das weiter zu ertragen. Den Schmerz der Zurückweisung betäubte er mit Heroin. Ob er sich für seine Sucht prostituiert habe? Ivany schweigt erst und sagt dann: "Es war eine sehr, sehr dunkle Zeit."

Am Handgelenk trägt der junge schlaksige Mann mit den dünnen Haaren ein Armband aus Kupfer, darin ist die Ziffer 2014 eingeprägt. "Da wurde ich geboren", erklärt er. Es ist das Jahr, in dem er sich die Brüste amputieren ließ und begann, Testosteron zu nehmen. "Eine Befreiung, endlich konnte ich atmen" , sagt Shayne Ivany. Doch er wollte mehr – und so ließ er sich in einer elfstündigen Operation aus einem Stück Haut und Fleisch des Unterarms einen Penis formen. Das sei seine Antwort auf Gottes Irrtum.

Es ist ein radikaler Weg, den Shayne Ivany nimmt. Viele Transgender schrecken vor der kompletten Geschlechtsumwandlung zurück. Die Operationen kosten mehr als 50.000 Dollar, und längst nicht überall zahlen das die Krankenversicherungen. Zudem fürchten die Männer, trotz aller Qualen am Ende mit dem Ergebnis nicht zufrieden zu sein. "Es ist natürlich nicht wie von Natur gemacht, vor allem wegen der Narben" , sagt Shayne Ivany. Aber als er nach der Operation in einen Spiegel schaute, habe er endlich einen kompletten Kerl gesehen. Überwältigt von seinen Gefühlen, sei er weinend zusammengebrochen. Heute sagt er: "Ich liebe meinen Körper. Er gehört endlich zu meiner Seele."

Obwohl er so sehr unter seinem weiblichen Körper litt, war ihm während seiner Jugend nie der Gedanke gekommen, dass er tatsächlich zum Mann werden könnte. "In meiner Familie war das kein Thema, ich selbst wusste ja gar nicht, was ich bin. Ein Mann, der im Körper einer Frau steckt, was ist das?" Später, auf der Straße, hatte er andere Sorgen. Erst als er wieder Arbeit und eine Wohnung gefunden hatte, traf er auf einer Party eine transsexuelle Frau. Nach einem langen Gespräch habe sie plötzlich zu ihm gesagt: "Dann lass dich doch operieren." Dieser Satz setzte alles in Bewegung. Als er nach Hause lief, habe er zum ersten Mal seit langer Zeit Hoffnung auf ein neues Leben gehabt. Die ganze Nacht durchforstete er das Internet, am Morgen stand für ihn fest: Ich wage es.

"Ich bin ein Mann mit einer Vagina"

Lee Penman entschied sich für einen anderen Weg, gegen die radikale Geschlechtsumwandlung. "Ich bin ein Mann mit einer Vagina", sagt er. Penman sitzt auf einem schwarzen Sofa im Limelight Gym in New York. Ärmelloses T-Shirt, Lederjacke, roter Stoppelbart. Seine Haut wirkt papiern, an Hals und Armen zeichnen sich dicke Adern ab. Mehr als 40 Jahre führte er Krieg gegen seinen Körper. Als die Pubertät bei ihm einsetzte, begann er zu hungern. "Ich war doch ein Junge, was sollte dann dieser Quatsch mit den Blutungen und dem Busen?" Täglich aß er nur einen Joghurt und versuchte so, seinen äußerlichen Wandel zur Frau aufzuhalten. "Mit 15 Jahren steckten mich meine Eltern in meiner Heimat Schottland in die geschlossene Psychiatrie, ich wog etwa 30 Kilo", so Penman.

Das junge Mädchen wurde von den Ärzten nur mit Glück gerettet. "Aber von meinen Seelenqualen wollte niemand etwas hören." Morgens, mittags, nachts, immer sei ihm nur ein Gedanke durch den Kopf gekreist: Das ist nicht mein Körper. Aber das Internet gab es noch nicht, über Transsexualität redete kein Mensch. Den Gefühlen nachgeben? Undenkbar. So heiratete Penman mit 18 Jahren einen Mann, weil es von ihm erwartet wurde: "Eine absolute Farce, wir hatten nur zweimal Sex, furchtbar. Ich war ja nicht schwul, ich fühlte mich als Mann und wollte mit einer Frau schlafen." Nach einem halben Jahr trennten sie sich.

Durch Zufall kam er damals zum Bodybuilding. "Als ich mir den Busen wegtrainiert hatte, wurde ich dafür bejubelt", sagt Penman. Mit hartem Training manipulierte er seinen Körper. Dazu kam die Magersucht, die er nie ganz überwunden hat. "Die besten Tage waren die, an denen mich jemand als ‚junger Mann' ansprach." Es war ein verzweifeltes Leben, das er führte. Training, hungern, leiden. Heute sagt er: "Ich musste mich selbst zerstören, um mich zu finden."

"Als Frau hatte ich immer Zweifel, als Mann bin ich viel entschiedener"

Eigentlich hatte Penman sich längst damit abgefunden, dass er "zwischen den Welten hängt", als er im Internet über einen Artikel zum Thema Transsexualität stolperte. Da war er 46 Jahre alt, lebte seit 13 Jahren in New York und schrieb für Bodybuilding-Magazine. "Meine Erleuchtung", sagt er. Zwei Jahre sparte er eisern für eine OP. Um die Hormone verschrieben zu bekommen, beantwortete er Psychiatern und Gutachtern jede noch so intime Frage. Wann er seine erste Menstruation gehabt habe, ob er masturbiere, was ihn sexuell errege. Schließlich erhielt er das Testosteron und fand einen Arzt, der ihm zu einem Sonderpreis die Brust abschnitt. Knapp drei Jahre ist das her. "Ich bin gerade in meiner zweiten Pubertät", sagt Penman. Und er spürt schon einen großen Unterschied: "Testosteron macht die Gedanken klarer. Als Frau hatte ich immer Zweifel, als Mann bin ich viel entschiedener."

Aus Angst, ausgegrenzt zu werden, offenbart er nur selten seine Geschichte. Sogar seine Familie in Großbritannien weiß nichts von seiner Wandlung. Sein 80-jähriger Vater glaubt, er spreche mit seiner Tochter, wenn er mit Lee telefoniert: "Er wundert sich manchmal über meine tiefe Stimme, aber dann sage ich, es liegt an der Leitung."

Auch Shayne Ivany aus Toronto verschweigt anderen gegenüber seine Identität. "Sie glauben gar nicht, wie stark der Hass auf uns ist." Seine Kollegen im Supermarkt, in dem er arbeitet, wissen nichts, und auch an Beziehungen mit Frauen wagt er sich noch nicht heran. Nur seiner Familie gegenüber traute er sich, die Wahrheit zu sagen. Nach jahrelangem Schweigen nahm er wieder Kontakt auf. "Meine Mutter freute sich, mich zu sehen. Sie hielt kurz inne, schaute, sagte dann: 'Hauptsache, du bist glücklich'", erzählt er. Und das erste Treffen mit dem Vater? Shayne Ivany schweigt. Dann räuspert er sich, schüttelt den Kopf und sagt nur: "Nicht der Rede wert."

Alexandra Kraft
Dachüberstand beim Gerätehaus und Mindestabstand Grenze zum Nachbarn
Ich wohne in Baden-Württemberg und plane auf meinem Grundstück einen alten Schuppen durch ein neues Gerätehaus (kein Aufenthaltsraum, keine Feuerstätte im Gebäude!) mit den Grundmaßen 3,50 m x 2,50 m und Firsthöhe von 2,21 m zu ersetzen. Da die neue Anlage etwa 60 cm in einer Geländestufe aufgestellt wird, ist die Wand gegenüber dem Nachbarn tatsächlich nur ca. 1,6 m gegenüber der OK des Gartens hoch. Es soll eine verfahrensfreie Umsetzung in einer Grenzbebauung durchgeführt werden. Auf dem Nachbargrundstück ist eine ca. 3m hohe Thuja Hecke, die geringfügig über die Grenze herüber ragt. Nun hat das geplante Gerätehaus einen umlaufenden Dachüberstand von ca. 20 cm, sodaß die Außenmasse des Fundaments etwa 20 cm von der Grundstücksgrenze entfernt ist. Damit ist sichergestellt, dass der Dachüberstand nicht mit dem Nachbargruzdstück überlappt. Wie sieht es nun entsprechend der LBO Baden-Würtenberg mit der Regelung zum Mindestabstand gegenüber der Grenze des Nachbarn aus? Ich sehe 3 Möglichkeiten: a) es gilt als Grenzbebauung. Die überhängende Thuja-Hecke stört mich nicht. b) es müssen 50 cm Mindestabstand eingehalten werden. c) der Überstand am Gerätehaus an der Grenze zum Nachbarn muss entfernt werden, damit der Aufbau als Grenzbebauung anerkannt wird. PS: Zusammen mit der Länge der Garage des Nachbarn wird eine Grenzbebauung von 9m nicht überschritten. Mit der Bitte um eine Rückmeldung, sodaß ich meinen Plan vernünftig abschließen kann. mfg
Buchtitel gesucht. Die Rückkehr ...
Der Titel des zweiten Bandes lautet "Die Rückkehr des <xyz>" Autor ist ein irischer Schriftsteller. Es geht um einen Mönch mit einem Sprachfehler. Als das Kloster von Dämonen angegriffen wird, kann er die Abwehr-Gebete, wegen seines Sprachfehlers, nicht so deutlich sprechen, wie seine Mönchsbrüder und der Geist einer Hexe geht deshalb auf ihn über. Seine Mönchsbrüder wollen ihn, um zumindest seine Seele zu retten, nun auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Mit dem Geist der Hexe und etwas Flug-Salbe gelingt ihm aber die Flucht, auf einem Besen durch die Luft reitend. Zufällig belauscht er das Gespräch einer Frau, in die er sich verliebt hat und von der er sich ebenfalls geliebt fühlt. Dabei findet er heraus, dass sie ihn nicht als Mann liebt, sondern dass sie ihn für einen solchen Trottel hält, dass er ohne ihre mütterliche Fürsorge nicht lebenstüchtig sei und dass sie sich deshalb verantwortlich fühlt ihn mit ihrer Mutterliebe zu umsorgen. Tief verletzt hängt er seine Versuche, ein guter Mensch zu sein an den Nagel, will nun böse werden und schließt zu diesem Zweck einen Packt mit dem Teufel. Um den Packt zu besiegeln muss er ein mit Blut unterschriebenes Pergament mit dem Vertragstext verschlucken. Bei der anschließenden Überfahrt nach Frankreich wird er jedoch seekrank und kotzt sich seine Seele aus dem Leib. Dabei geht auch das Pergament mit dem Teufelspackt mit über Bord. Dadurch ist er an den Packt mit dem Teufel nicht mehr gebunden, plant aber weiterhin, mit Hilfe des Teufels ein böser Mensch zu werden. Dabei stellt er sich aber jedesmal so dusselig an, dass immer etwas Gutes dabei heraus kommt. Trotz der tiefen Verletzung durch die Frau, die er liebt, kann er sie doch nicht vergessen und schmachtet ihr auch weiterhin nach. Bei einem Hexenmeister lernt er einen Liebestrank zu brauen. Was er dann auch tut. Der Trank muss sehr lange ziehen. Während also der Trank auch während einer Abwesenheit weiter zieht, dringt eine Kuh in die Höhle ein, in der der Trank gebraut wird und säuft den Trank aus. Als der Mönch in die Höhle zurück kehrt, verliebt sich die Kuh augenblicklich in ihn und weicht ihm von da an nicht mehr von der Seite. Wie heißt der Mönch, der Held dieser Geschichte, und auch titel-gebend ist. Und wer ist der irische Autor?