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Fleisch & Wurst: Slow Food mit Raspelzünglein

Und die besten Schnecken kommen...? Diesmal nicht aus Frankreich.

Im Gegenteil: In gallischen Großbetrieben müssen die Schnecken allzu oft über Betonböden kriechen und mit ihren Raspelzünglein harte Kraftfutterstücke aufspalten. Gelegenheit für kulinarischen Patriotismus: Schon im Mittelalter wurden Schnecken hierzulande in Klöstern gezüchtet, erst in den Siebzigern des vorigen Jahrhunderts erklärten sie Genussfeinde zum Ekelessen.

Vor ein paar Jahren entdeckten Küchenfexe dann zum Glück, welchen Schatz man ihnen da madig gemacht hatte. So kommt denn das erdig-würzige Slow Food heute wieder aus Kleinmachnow in Brandenburg. Jan Kickinger hält seine Tiere in Freilandgehegen und füttert sie mit frischem Grün.

Am besten zu verspeisen sind die Kriecher als Ragout mit Gemüse, klassisch in guter, knoblauchfreier Kräuterbutter oder als Süppchen. Es gibt sie küchenfertig zubereitet in Kalbsfond, in Gemüsefond, als Paté oder – für Mutige – auch lebend.

Preise: Schnecken in Kalbsfond 8 Euro, in Gemüsefond 7,50 Euro, Schneckenpaté 90 g/9 Euro, lebende Schnecken 20 Euro/Kilo, zzgl. Versand

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