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Meist verkaufter Cocktail der Welt: Aperol Spritz - woher er kommt und warum die Amerikaner ihn nicht mögen

Der Aperol Spritz gehört zu den meistverkauften Cocktails weltweit. Der besteht aus dem Bitterlikör Aperol, der mit Prosecco und Soda-Wasser aufgefüllt wird. Aber woher kommt der Cocktail überhaupt und wie kam er zu seinem Namen?

Aperol Spritz

Aperol Spritz - einfach und gut

Getty Images

Der Aperol Spritz ist fester Bestandteil der Barkultur und nimmt auf der Rangliste der meist verkauften Cocktails der Welt (Drink International 2019 - The World's Best-Selling Classic Cocktails 2019) Platz neun ein. Dabei ist seine Geschichte völlig unprätentiös: 1919 soll der Aperol von den italienischen Brüdern Silvio und Luigi Barbiere exklusiv für die internationale Messe von Padua entwickelt worden sein. Seitdem hat sich sein Rezept nicht mehr verändert.

Der Aperol, der zur Campari-Gruppe gehört, ist ein Destillat aus Rhabarber, Chinarinde, Gelbem Enzian, Bitterorange und aromatischen Kräutern mit orange-roter Färbung und bittersüßem Aroma. Zum klassischen Aperol Spritz wird er mit Prosecco, Soda-Wasser und Eis. Garniert wird der Drink meist mit einer Scheibe Orange. In Italien hat der Likör einen Alkoholgehalt von 11% Vol., in Deutschland sind es 15% Vol. Das soll mit der Pfandverordnung zusammenhängen. Spirituosen ab 15% Vol gelten in Deutschland als pfandfreie Spirituosen.

Aperol Spritz: ein völlig solider Drink

Der Name Aperol leitet sich aus dem Französischen ab und beruht auf dem Wort "Aperitif". Der Likör soll appetitanregend wirken, deshalb eignet sich der Drink auch hervorragend vor dem Essen als Tagesdrink.  Die "New York Times" monierte erst kürzlich darüber, dass der Aperol Spritz kein guter Drink sei. Er sei zwar hübsch auf Instagram anzusehen, die Farbe erinnere an den perfekten Sonnenuntergang. Aber den Amerikanern sei er zu süß, der Prosecco zu billig und das Eis verwässere den Geschmack. In den sozialen Netzwerken gab es einen jähen Aufschrei. Denn tatsächlich wird der Aperol Spritz von vielen sehr gern getrunken. Er sei völlig solide und wunderbar zum "Day Drinking" geeignet, hält das "New York Magazine" schnell dagegen.

Und tatsächlich ist der Aperol Spritz ein völlig bodenständiger Drink, nicht zu kompliziert, nicht der beste Cocktail, aber ein unaufgeregter Aperitif. Der Ausdruck "Spritz" (auch "Sprizz" oder "Veneziano" genannt) geht vermutlich auf die phonetische Verkürzung von "Gespritzer" zurück. So werden in Österreich Getränke aus Wein und Mineralwasser genannt, also die Weinschorle. Die Norditaliener haben den Begriff dann einfach für ihre Zwecke entlehnt.

Mittlerweile gibt es den Drink auch als Fertigmix in der Dose oder aus der Flasche zu kaufen. Der lässt tatsächlich geschmacklich zu Wünschen übrig. Vielleicht hat die "New York Times" von diesem Getränk gesprochen.

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