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Vergessen Sie das Eigenheim!: Avolatte – jetzt drehen die Hipster durch

Kürzlich warnte ein Immobilien-Mogul die Millennials davor, ihr Geld für Avocados und Kaffee zu verprassen. So könnten sie ein Eigenheim vergessen. Bullshit, dachte sich ein australischer Barista. Und kreierte einen symbolischen Stinkefinger: Dürfen wir vorstellen – die Avolatte.

Die Avolatte: Marketing-Coup oder Scherz?

Die Avolatte: Marketing-Coup oder Scherz?

Die Avocado ist in letzter Zeit in aller Munde: Erst warnt ein englischer Arzt vor der sogenannten "Avocado-Hand". Dahinter verbirgt sich nichts anderes, als die Unfälle, die von einer Avocado ausgehen. Ja, Sie haben richtig gelesen: So harmlos die Avocado auch aussieht, bei wohl keiner anderen Frucht ist das Risiko von Schnittverletzungen so signifikant hoch. Auch ein australischer Immoblien-Mogul warnte jüngst vor der grünen Frucht. Bei seiner umstrittenen Warnung geht es nicht um Verletzungen, sondern vielmehr darum, dass Millennials sich niemals ein Haus leisten können, wenn sie ihr Geld für Avocados - und auch Kaffee - ausgeben.

Von all diesen Warnungen wollen die Hipster aber nichts wissen. Vielleicht gerade deshalb - gewissermaßen aus Trotz und auch als symbolischer Mittelfinger für den absurden Tipp des Immobilien-Moguls - hat sich die neueste Kaffeekreation entwickelt: die Avolatte. Also ein Latte Macchiato, der in einer Avocado serviert wird.


Avolatte: nur ein Witz

Jaydin Nathan ist Barista im Truman Café in Melbourne, Australien. Letzte Woche postete er ein Video auf Instagram dazu. Innerhalb kürzester Zeit ging es viral. Damit hätte der Australier nicht gerechnet. Eine clevere Marketing-Kampagne oder einfach nur schwarzer Humor? Zweiteres. Gegenüber "news.com.au" hat der Barista bereits bestätigt: "Das war eigentlich nur ein Witz", sagt Nathan. "Wir haben sie eigentlich nicht verkauft, aber dann kam heute jemand rein und wollte eine [Avolatte]." Der Barista finde das "lächerlich", bei der Avolatte handele es sich eigentlich nur um "Kaffee in einem Stück Abfall".

Die Reaktionen auf die neueste Kaffeekreationen sind zweigeteilt. Die einen lieben die Idee, die anderen propagieren bereits den Tod der Kaffeekultur. Ironischerweise hat die Avolatte dem Truman Café gewissermaßen zu Ruhm verholfen: die Nachfrage ist so groß, dass mittlerweile sogar überlegt wird, die Avolatte auf die Getränkekarte zu listen. Also wie wär's mit einer Bio-Mandelmilch-Latte, in einer Avocado-Schale? Warum eigentlich nicht.

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