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Gefährliche Frucht: Englischer Arzt warnt vor der "Avocado-Hand"

Sie wollen genüsslich eine Avocado verspeisen? Vorsicht. Erst einmal müssen Sie sich über die Gefahr im Klaren sein, die von dieser Frucht ausgeht.

Eine Avocado zu schneiden ist nicht ganz ungefährlich. Sollte es deshalb Warnhinweise geben?

Eine Avocado zu schneiden ist nicht ganz ungefährlich. Sollte es deshalb Warnhinweise geben?

Dass viele Unfälle zu Hause passieren, ist wohl hinlänglich bekannt. Wer ist nicht schon einmal auf der Treppe gestolpert? Und Tätigkeiten wie Fensterputzen gelten ohnehin als sehr gefährlich. Also, lieber nicht zu häufig auf die Trittleiter steigen und wischen.

Jetzt aber lauert zu Hause eine Gefahr, von der viele Menschen nichts ahnen. Sie geht von der so harmlos aussehenden Avocado aus. Die Briten haben die Bedrohung erkannt und diskutieren derzeit über ein Phänomen, mit dem nicht zu spaßen ist: die "Avocado-Hand". Das sind Schnittverletzungen, die man sich beim Hantieren mit den beliebten Früchten zuziehen kann. Denn beim schwungvollen Hineinstechen trifft das Messer schnell mal auf den harten Kern – man rutscht ab und schneidet sich.

Und so warnt aktuell in der - seit dem Jahr 1785 hochseriösen - "Times“ ein Facharzt für plastische Chirurgie vor Unfällen, die durch nicht-fachgerechtes Schneiden von Avocados passieren und die Menschen ins Krankenhaus bringen. Bei ihm in einer Londoner Klinik landeten inzwischen etwa vier Patienten pro Woche, die sich beim Avocado-Zubereiten verletzt hätten, beklagt sich der Chirurg.

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Ein Comic auf jeder Avocado

Dem Arzt liegt das Thema sehr am Herzen. Wie so häufig, liegt es wohl an mangelnder Aufklärung, dass es überhaupt zu diesen Verletzungen kommt. Deshalb schlägt er auch eine Lösung vor: Wie wäre es mit Warnhinweisen auf den Früchten? Etwa ein Comic auf der Schale, das ein Messer mit einem großen Kreuz drauf zeigt? Nach dem Motto: Stopp! Erst überlegen, dann zustechen. Wer denkt schon an den golfballgroßen Kern der Frucht, wenn ihn der Avocado-Hunger quält?

Nicht nur die "Times“ bespricht das Thema ausführlich - unter der etwas reißerischen Zeile "Finger weg von Avocados. Sie könnten Ihre Hand verlieren". Es findet inzwischen Widerhall in anderen Medien. Hierzulande greift die Deutsche Presse-Agentur die Avocado-Misere bei den vom Brexit ohnehin gezeichneten Engländern auf.

Und ein britischer Blog fragt etwas ironisch, ob diese "Avocado-Hand" nicht die "typische Verletzung der Mittelklasse" sei. Genüsslich wird Chirurg Eccles mit den Worten zitiert: “Die Menschen erwarten beim Kauf nicht, dass Avocados sehr reif sein können, und sie haben quasi keinen Schimmer von ihrer Handhabung." Man wolle den Kunden den Kauf von Avocados ja nicht madig machen. "Aber ich denke, Warnhinweise wären ein guter Weg." Die Gefahr müsse erkennbar für die Kunden sein.

Wenn Sie heute also eine Avocado essen möchten, denken Sie bitte daran: Sie hat einen Kern. Und die meisten Unfälle passieren im Haushalt.

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