GESPERRT! Weinkolumne Schmidts Klassiker


Ein guter Entschluss: konsequent bio vom Kaiserstuhl

Es war 1995, als Eva Maria und Manfred Schmidt Schluss machten. Nicht miteinander, mit der Genossenschaft. Sie machten sich unabhängig: "Die konnten sich nicht vorstellen, unsere Trauben in einer eigenen Öko-Linie zu verarbeiten." Die Konsequenz war ein eigenes Weingut, und das nannten sie wie? Hofgut Consequence.

Ein Glück für alle, die Fans der Kaiserstuhl-Klassiker sind. Erstens Muskateller: Vor dieser Aromasorte ziehen wir oft den Hut. Ein Korb duftender Mirabellen verzückt die Nase, Aprikosenkompott und weiße Blüten machen sich am Gaumen breit, zurück bleibt eine feine Frucht, die so ausladend nur in Baden zu finden ist. Zweitens Grauburgunder: Die Vulkanböden des Kaiserstuhls sind für diese Sorte optimal. "Grauburgunder ist einfach die Rebsorte für diese Gegend", schwärmt Manfred Schmidt. "Der ökologische Anbau steigert die Qualität, das Aroma wird vielfältiger, intensiver, finessenreicher."

Stimmt! Sein frischer 2007er kommt mit feiner Säure daher und rollt mit vollem, aber keinesfalls schwerem Volumen über die Zunge. Birnen und gelbe Pflaumen klopfen dabei dezent ans Zäpfchen.

"Unsere Weine sollen zum Essen passen, sie sind nicht so breit wie sonst ja oft üblich am Kaiserstuhl." Einer für alle - alle für einen! Bleibt drittens der Rosé, ein superfruchtig spritziger Wein mit kecker Himbeernote, der sanft über die Zunge zieht und sich so richtig schön laaaaang darauf breitmacht. Was für ein Abgang!

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