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Weniger Asylbewerber: Flüchtlingsansturm aus dem Kosovo geht drastisch zurück

Die eingeleiteten Maßnahmen scheinen zu wirken: Nach dem Ansturm von Flüchtlingen aus dem Kosovo auf Deutschland Anfang Februar ist die Ausreisewelle kräftig abgeebbt.

Flüchtlinge aus dem Kosovo überqueren Anfang Februar bei Asotthalom, etwa 170 Kilometer südlich von Budapest, die Grenze von Serbien nach Ungarn

Flüchtlinge aus dem Kosovo überqueren Anfang Februar bei Asotthalom, etwa 170 Kilometer südlich von Budapest, die Grenze von Serbien nach Ungarn

Der Andrang von Asylbewerbern aus dem Kosovo in Deutschland geht derzeit wieder zurück. Es sei hier eine "gewisse Entspannung" erkennbar, sagte der Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Manfred Schmidt, in Berlin. Anfang Februar seien täglich etwa 1400 Kosovaren in die Bundesrepublik gekommen. Derzeit seien es weniger als 200 pro Tag. Es scheine so, als hätten die eingeleiteten Schritte gewirkt.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) trifft im Laufe des Tages seinen kosovarischen Amtskollegen Skender Hyseni in Berlin. Bei dem Gespräch soll das Thema auf den Tisch kommen.

Die Zahl der Asylbewerber aus dem Kosovo war in den vergangenen Wochen sprunghaft gestiegen. Die Bundesregierung hatte daraufhin 20 Bundespolizisten an die ungarisch-serbische Grenze geschickt, um dort den massenhaften Grenzübertritt von Kosovaren in die EU einzudämmen. Das Bundesamt führte für Asylanträge aus dem Balkanstaat Eilverfahren ein.

Der Bund bemühte sich außerdem, im Kosovo über die geringen Asylchancen in der Bundesrepublik aufzuklären. Bis auf einzelne Ausnahmen werden die Asylgesuche von Kosovaren abgelehnt, weil die Behörden Bürger von dort nicht als politisch verfolgt ansehen.

mad/DPA / DPA