VG-Wort Pixel

Stiftung Warentest Kann ein Sekt für drei Euro wirklich schmecken?

Stiftung Warentest: Sekt
Gibt es bereits guten Sekt für wenige Euro?
© Getty Images
Sekt gibt es in allen Preisklassen, aber muss man immer tief in die Tasche greifen? Stiftung Warentest hat 21 Schaumweine probiert. Hier die Antwort.

Sekt hat zu Weihnachten und Silvester Hochsaison: Ein Drittel des Absatzes in Deutschland für Sekt wird am Ende des Jahres gemacht. Beliebt sind bei den Verbrauchern vor allem Discounter-Sekte. Die kosten meist nicht mehr als drei Euro, oft sogar weniger. Aber kann man für so einen Preis Geschmack und auch Qualität erwarten? Stiftung Warentest hat 21 Schaumweine gekostet.

Darunter: Marktführer Rotkäppchen, teurere wie Menger Krug und günstige vom Discounter. Sie ließen die Flaschen im Labor auf Schadstoffe und unerlaubte Zusätze untersuchen. Was auffällt ist: Teuer heißt nicht automatisch gut, günstig nicht gleich miserabel. Ein guter Sekt bietet Aroma, Vielfalt und Genuss. Am wichtigsten ist die Qualität des Grundweins.

Teuer ist nicht gleich gut, günstig nicht gleich mangelhaft 

Überzeugen konnten die Verkoster fünf Marken. Testsieger ist zugleich der teuerste: Schlumberger aus Österreich. Der Brut-Sekt wird in der Flasche vergoren und kostet 14 Euro pro 0,75 Liter. Zwei geschmacklich sehr gute Sekte kosten weniger als zehn Euro: Brut Dargent (6,75 Euro) und der trockene Fürst von Metternich (9 Euro). Aber auch günstigere Schaumweine können mithalten: der trockene Sekt von Aldi Süd Auerbach für nur 2,79 Euro und Söhnlein Brilliant (3,90 Euro) sowie der halbtrockene Rotkäppchen für 3,95 Euro erhalten im Geschmack das Urteil "Gut". Das beweist, dass günstig nicht gleich mangelhaft ist. 

Sensorische Fehler haben die Tester im Sekt von Faber gefunden. Er hatte einen Muffton, der an Kork erinnert, obwohl der Verschluss aus Plastik bestand. Enttäuscht wurden die Verkoster auch vom Krimsekt "Krimskoye", die Flasche der Krim-Spezialität kostet 13 Euro. Trotz des stolzen Preises entpuppte sich der Geschmack als flach, er roch unsauber und bekam deshalb nur das Urteil "Befriedigend".

Stiftung Warentest weist daraufhin, dass egal ob ein Sekt sehr gut oder mangelhaft im Geschmack sei, sie alle eins gemein haben: Sie tragen kein Abfülldatum. Der Verbraucher weiß daher nicht, wie alt der Sekt ist.

Lesen Sie den ganzen Test gegen Gebühr hier!

Life Hack: Mit diesem Trick wird Sekt nie wieder schal

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker