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Krebserregende Stoffe: Grenzwert 380-mal überschritten – Warentest warnt vor diesem Tee

Eigentlich erscheint der Test von Kräutertees erst in zwei Monaten. Mitten in der Prüfphase ist Stiftung Warentest aber auf einen Kamillentee gestoßen, der so extrem mit Schadstoffen belastet ist, dass die Tester jetzt schon vor dem Genuss des Tees warnen.

Stiftung Warentest Kamillentee

Stiftung Warentest hat im Kamillentee von Kusmi Tea krebserregende Schadstoffe entdeckt

Normalerweise wäre der Test von Kräutertees der Stiftung Warentest erst in zwei Monaten erschienen. Mitten in der Prüfphase aber, haben die Tester äußerst hohe Schadstoffgehalte festgestellt. Der Kamillentee der französischen Premium Marke "Kusmi Tea" ist mit Pyrrolizidinalkaloide (PA) belastet, schreibt Stiftung Warentest in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung.

Im Tierversuch haben sich jene Schadstoffe bereits als eindeutig krebserregend und erbgutschädigend erwiesen. Die Tester warnen nun eindringlich davor, den Tee dieser Charge zu trinken. Sie haben bereits die deutschen Märkte sowie die amtliche Lebensmittelaufsicht informiert.

380-mal mehr belastet – Anbieter sieht keinen Handlungsbedarf

Stiftung Warentest hat in einem regulären Prüfverfahren den Kamillentee von Kusmi auf 28 verschiedene Pyrrolizidinalkaloide getestet. Das Ergebnis: Der Inhalt eines einzigen Teebeutels enthielt 161 Mikrogramm. Das entspricht dem 380-Fachen der als "wenig bedenklichen" Tageszufuhr. Regelmäßiger Genuss dieses Tees könnte zu chronischen Krankheiten wie der Entstehung von Leberzirrhose und Tumoren führen.

Stiftung Warentest warnt: Dieser Kamillentee enthält krebserregende Stoffe

Achtung vor diesem Tee: Stiftung Warentest hat im Kamillentee der französischen Marke Kusmi Tea äußerst hohe Schad­stoff­gehalte fest­gestellt.

Den Anbieter hat Stiftung Warentest sogleich informiert. Der sieht aber keinen Handlungsbedarf, da der Verbraucher 730 Tassen verzehren müsste, damit eventuelle Nebenwirkungen auftreten könnten. Eine Argumentation wie diese könne Stiftung Warentest nicht verstehen, schreiben sie in ihrer Veröffentlichung. Schließlich stütze sich die Warnung auf zwei wissenschaftliche Empfehlungen. Abgesehen davon, dass die Tageszufuhr an PA ums 380-fache überschritten wird, liegt außerdem der sogenannte "Health Based Guidance Value" um das 27-fache darüber, was gesundheitsgefährdend ist. Der Wert bezieht sich auf die Leberschädlichkeit.  

Für Stiftung Warentest ist nach diesen Ergebnissen klar: Die betroffene Charge des Kamillentees dürfte überhaupt nicht verkauft werden.


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