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Benedikt XVI. Neue Schuhe aus Mexiko

Bei seinem Mexiko-Besuch hat Papst Benedikt XVI. ein paar Schuhe geschenkt bekommen. Nach seinem Rücktritt will er diese nun tragen - und bekommt vom verzückten Schuhmacher zwei weitere Paare.

Der zurückgetretene Papst Benedikt XVI. will seine päpstlichen Schuhe nicht mehr tragen, sondern auf ein Paar zurückgreifen, welches er einst in Mexiko geschenkt bekommen hat. Der mexikanische Schuhmacher ist entzückt. "Wir waren so bewegt, dass der Papst die Schuhe, die wir ihm mit großer Hingabe angefertigt haben, weiterhin tragen will, dass wir ihm zwei weitere Paare schenken werden", sagte Armando Martín der AFP.

Der 46-Jährige Martín hatte Benedikt XVI. bei dessen Besuch in Mexiko vor einem knappen Jahr ein Paar handgefertigter Schuhe aus Kalbsleder geschenkt. "Jetzt arbeiten wir an zwei weiteren Paaren, einem schwarzen und einem blauen", sagte Martín. Zugleich unterstrich er, dass die päpstlichen Modelle nicht in den allgemeinen Verkauf gehen sollten. Die Reste des Leders, aus denen das erste Paar Schuhe gefertigt wurde, bewahrt Martín in einem Tresor auf, den er nur mit Latexhandschuhen öffnet und schließt.

Elegant und zugleich bequem

Martín betreibt seit zwölf Jahren eine Manufaktur für Herrenschuhe in der Stadt León im zentralmexikanischen Bundesstaat Guanajuato. Vor dem Besuch Benedikts XVI. im März 2012 stimmten die Mitarbeiter nach seinen Angaben darüber ab, wie die Schuhe für ihn aussehen sollten. Erst kurz zuvor habe er die notwendigen Maße aus dem Vatikan erhalten.

Ziel sei es gewesen, elegante und zugleich bequeme Schuhe für Benedikt XVI. herzustellen, sagte Martín. "Sie sollten leicht an- und auszuziehen sein, schließlich hat er schon ein hohes Alter." Die Farbe der Schuhe sei rot gewesen, damit er sie auch als Papst habe tragen können.

Der 85-jährige Benedikt XVI. war am Donnerstag vom Papstamt zurückgetreten - ein seit dem Mittelalter beispielloser Vorgang. Er zog sich in die päpstliche Sommerresidenz Castel Gandolfo nahe Rom zurück, wo er zwei bis drei Monate verbringen will, bevor er in ein früheres Frauenkloster im Kirchenstaat umzieht. Ein neuer Papst soll nach dem Willen des Vatikans bis Ostern gewählt sein.

kgi/AFP AFP

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