Bodensee-Trinkwasser Landwirt soll Giftanschlag verübt haben


Ein Landwirt aus dem Raum Ravensburg soll den Giftanschlag auf die Trinkwasserversorgung in Baden-Württemberg verübt haben.

Nach dem Giftanschlag auf die Bodensee- Wasserversorgung ist die Polizei einem tatverdächtigen Landwirt auf die Spur gekommen. Beamte durchsuchten am Montag den Hof des Mannes im Raum Ravensburg. Möglicherweise habe er die Tat als Racheakt gegen die Justiz begangen, teilte die Staatsanwaltschaft Konstanz am Montag bei einer Pressekonferenz in Friedrichshafen mit.

Nahe der Trinkwasser-Entnahmestelle im Bodensee bei Sipplingen waren zwei Fünf-Liter-Kanister mit Pflanzenschutzmitteln versenkt worden. Spezialtaucher hatten die Behälter am vergangenen Mittwoch in rund 60 Metern Tiefe geborgen. Eine Gesundheitsgefährdung habe nicht bestanden, betonten die Behörden. Die Bodensee-Wasserversorgung beliefert in Baden-Württemberg rund vier Millionen Menschen mit Trinkwasser.

Beim Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung war am 18. Oktober ein Drohbrief eingegangen. Aus ermittlungstaktischen Gründen hatte die Polizei die Öffentlichkeit zunächst nicht über den Fall informiert. Die Ermittler wollten den Täter auf frischer Tat ertappen und observierten daher die Gegend rund um den Tatort in Sipplingen.

DPA DPA

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