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Anna Nolden Sie ist 16. Ihren ersten Einsatz als Feuerwehrfrau erlebte sie bei der Flutkatastrophe

Feuerwehrfrau Anna Nolden
Anna Nolden (16), Feuerwehrfrau aus Kirchsahr: im Ehrenamt seit 2016, ca. 480 Arbeitsstunden in diesem Jahr
© Maximilian Mann
Der 5. Dezember ist Tag des Ehrenamts. Der stern stellt zehn Menschen vor, die mit ihrem freiwilligen Einsatz die Gesellschaft zusammenhalten.  Eine von ihnen ist Anna Nolden. Die 16-Jährige hatte ihren ersten Einsatz als Feuerwehrfrau bei der Flutkatastrophe.

Bei ihrem ersten Einsatz als Feuerwehrfrau drohte Anna Nolden gleich Lebensgefahr. Als die Flut Kirchsahr erreichte, befüllte sie Säcke mit Sand. Doch der Bach im Ort trat so schnell über, dass es für Sandsäcke bald zu spät war.

Die Stiftung stern unterstützt Vereine, in denen sich ehrenamtliche Helfer für Menschen in Not einsetzen – wie die von Lucas Bornschlegl und Peter Ostendorf. Auch Sie können helfen – mit einer Spende an Stiftung stern, IBAN DE90 2007 0000 0469 9500 01, Stichwort "Ehrenamt".  www.stiftungstern.de
Die Stiftung stern unterstützt Vereine, in denen sich ehrenamtliche Helfer für Menschen in Not einsetzen – wie die von Lucas Bornschlegl und Peter Ostendorf. Auch Sie können helfen – mit einer Spende an Stiftung stern, IBAN DE90 2007 0000 0469 9500 01, Stichwort "Ehrenamt".
www.stiftungstern.de

Nolden sah zu, wie die Wassermassen Autos die Straße hinunterspülten. Ihr Vater, der die freiwillige Feuerwehr in Kirchsahr leitet, brach den Einsatz ab. Auf dem Rückweg kamen sie an umspülten Häusern vorbei, in denen noch Menschen ausharrten. Mit einem Traktor fuhren Nolden und ihr Vater so nah heran, bis das Wasser in der Kabine bis zu den Pedalen stand. Sie zogen eine Leiter aus, Nolden band ihren Vater an einer Leine fest, er kletterte hinauf, sie sicherte ihn. Gemeinsam retteten sie fünf Menschen.

Die Flutkatastrophe war ihr erster großer Einsatz als Feuerwehrfrau

"Ich habe in der Flut einfach funktioniert", sagt Nolden. "Sie ist mit der Sache gewachsen", sagt ihr Vater. Im April hatte Nolden bei ihrer Grundausbildung noch gelernt, wie man Innen-räume trockenlegt. Drei Monate später zog die Schülerin mit den neuen Kollegen der Feuerwehr durch das Dorf, pumpte Keller aus, schleppte Schlamm.

Später versorgte sie die Bewohner im Ort mit Medikamenten und Lebensmitteln. Ihr erster Einsatz habe sie nicht abgeschreckt, sagt Nolden, sie will weitermachen: "Ich werde hier gebraucht."

pgo

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