Klimaschutz Sie leben auf Bäumen und kämpfen für die Revolution. Der stern hat zwei Umweltaktivisten ein Jahr lang begleitet

Ronni bei Aufräumarbeiten auf der Campwiese in Lützerath
Aufräumarbeiten nach einem Sturm: Im Wald, so Ronni, lernt man schnell, Holz zu zerlegen
© Jana Bauch
Sie ziehen in einen Wald, um den Kapitalismus abzuschaffen und die Welt zu retten. Ist das idealistisch? Nein, sagen diese Umweltaktivisten, nur logisch.

Sie schlafen auf einem Baum. Sie essen auf einem anderen Baum. Sie leben auf Bäumen. Die Bäume sind ihr Leben. Seit Jahren schon.

Wer sie finden will, muss wissen, wo man suchen muss. Eine Lücke in den Büschen gegenüber den Backsteinhäusern, ein Weg aus platt getrampeltem Matsch, Zweige von Brombeersträuchern wie dornige Schranken. Ein wackliges Brett führt über eine Kuhle in der Erde.

Und plötzlich ist da ein Dorf. Sie haben es in den Himmel gebaut.

"Unser Aller Wald"
In "Unser Aller Wald" besitzt niemand eigenes Geld. Alle teilen alles
© Jana Bauch

Acht Baumhäuser, manche hängen in den Wipfeln, andere nur wenige Meter über dem laubbedeckten Boden. Das Eingangstor ist ein Banner, gespannt zwischen zwei Stämmen. "Willkommen in Unser Aller Wald" steht dort. Und: "In was für einer Welt wollen wir leben?"

Mehr zum Thema