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Pflegeheim in Hildesheim Corona-Ausbruch mit Todesfällen: Pflegerin hatte gefälschten Impfpass und war infiziert

Eine Hand greift die Hand eines Senioren
Eine Mitarbeiterin eines Pflegeheims arbeitete trotz akuter Corona-Infektion offenbar und gefälschtem Impfpass (Symbolfoto)
© Oliver Berg / Picture Alliance
Nach einem Corona-Ausbruch mit drei Todesfällen in einem Pflegeheim im niedersächsischen Hildesheim ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen eine frühere Mitarbeiterin der Einrichtung. Sie arbeitete, obwohl sie Corona-infiziert war. Zudem steht sie im Verdacht, einen gefälschten Impfpass verwendet zu haben.

Es bestehe der Verdacht, dass die 44-Jährige mit einem gefälschten Impfpass im Heim gearbeitet habe, während sie Corona hatte, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Freitag. Da im engen zeitlichen Zusammenhang drei mit dem Virus infizierte Bewohnerinnen starben, ermittelt die Anklagebehörde zudem wegen des Anfangsverdachts auf Totschlag.

Die Beschuldigte habe die Verwendung des gefälschten Impfpasses eingeräumt, so die Sprecherin. "Mit den Infektionen will sie nichts zu tun haben. Wir treffen sämtliche Maßnahmen, die dazu geeignet sind, um die Vorwürfe aufzuklären." Über die Ermittlungen hatte zunächst die "Hildesheimer Allgemeine Zeitung" berichtet.

Corona-Ausbruch in Pflegeheim

Die Frau, die als Alltagsbegleiterin in dem Heim tätig war, wurde fristlos entlassen, wie Einrichtungsleiter Michael Ossenkopp der Deutschen Presseagentur sagte. Ihm zufolge legte die Frau dem Heim einen Impfpass vor, der sich als gefälscht herausstellte. Danach habe die Einrichtung Anzeige gegen die 44-Jährige gestellt.

Später wurde nach Angaben der Heimleitung klar, dass die Frau trotz der Gefahr einer Corona-Erkrankung in dem Heim gearbeitet hatte. Der aktuelle Corona-Ausbruch zieht Ossenkopp zufolge weite Kreise. In jüngster Zeit hätten sich elf Bewohner:innen sowie fünf Beschäftigte infiziert. Wie lange die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern werden, war zunächst unklar.

nk DPA

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