Fußball-Bundesliga Schlitzohr Scherhant: Freiburger Flügelspieler im Flow

Traf beim Sieg gegen Köln sehenswert: Freiburgs Derry Scherhant. Foto: Silas Stein/dpa
Traf beim Sieg gegen Köln sehenswert: Freiburgs Derry Scherhant. Foto
© Silas Stein/dpa
Mit seinem Tor gegen Köln setzt Derry Scherhant ein Ausrufezeichen. Der junge Herausforderer von Platzhirsch Vincenzo Grifo hat einen Lauf - und Trainer Julian Schuster daher die Qual der Wahl.

Derry Scherhant verließ sich einfach auf sein Gefühl. "Intuitiv" habe er zu diesem Lupfer angesetzt, sagte der Offensivmann des SC Freiburg. Das Tor des 23-Jährigen beim 2:1 (2:1)-Sieg gegen den 1. FC Köln war eines der besonders raffinierten Art. Es passte zum Selbstvertrauen, das der junge Fußball-Profi derzeit ausstrahlt. Der Sommer-Neuzugang von Hertha BSC kommt im Breisgau immer besser in Fahrt. Das spürt auch ein Vincenzo Grifo.

"Sehr, sehr hart" seien die Entscheidungen, die er bei seiner Aufstellung Woche für Woche treffen müsse, sagte SC-Trainer Julian Schuster. Zuletzt - beim 1:0 in der Europa League gegen Maccabi Tel Aviv und eben am Sonntag gegen Köln - ließ er Herausforderer Scherhant auf der linken Seite starten. Platzhirsch Grifo musste zweimal auf die Bank und kam jeweils nur als Joker. Ob das auch zum Abschluss der Europapokal-Ligaphase beim OSC Lille am Donnerstag so läuft?

Konkurrenzkampf im Freiburger Kader

"Keiner kann sich ausruhen", sagte Schuster. Auch gute Leistungen seien keine Garantie dafür, im nächsten Spiel wieder von Anfang an dabei zu sein. Vor der Partie beim Tabellenfünften der französischen Liga hat der Coach also wieder die Qual der Wahl. Die Spieler selbst treibe das auf jeden Fall an, erklärte er.

Scherhant, sowohl gegen Tel Aviv als auch gegen Köln einer der Aktivposten im Freiburger Spiel, sammelt aktuell fleißig Argumente. "Es läuft gut - für uns als Team, aber für mich persönlich auch", sagte der technisch beschlagene Flügelspieler nach seinem herrlichen Tor gegen den FC. "Ich habe versucht, so cool zu bleiben wie möglich." Das ist ihm gelungen. Und zwar eindrucksvoll.

dpa