Wissenschaft Forscher entdecken uralte Ameise in Bernstein von Goethe

Goethes Bernstein-Sammlung aus dem Ostseeraum umfasst etwa 40 Stücke. (Archivbild) Foto: Martin Schutt/dpa
Goethes Bernstein-Sammlung aus dem Ostseeraum umfasst etwa 40 Stücke. (Archivbild) Foto
© Martin Schutt/dpa
Etwa 40 Bernstein-Stücke hatte der Weimarer Dichterfürst in seiner Sammlung. In einigen von ihnen schlummerten Überraschungen.

Ein rund 40 Millionen Jahre altes Fossil einer Ameise haben Forscher in einem Stück Bernstein entdeckt, das einst Johann Wolfgang von Goethe gehörte. Das Tier sei mit bloßem Auge nicht erkennbar und mit modernen Bildgebungstechniken identifiziert worden, teilte die Friedrich-Schiller-Universität in Jena mit. 

Es handle sich um die ausgestorbene Art Ctenobethylus goepperti, die oft in Bernstein gefunden werde. Dank des guten Erhaltungszustands seien aber neue Erkenntnisse über diese Art gewonnen worden. Erstmals hätten Forscher etwa in das Innere einer solchen Ameise schauen können und hätten dort Strukturen im Kopf- und Brustbereich sichtbar gemacht. 

Goethes Bernstein-Sammlung aus dem Ostseeraum umfasst etwa 40 Stücke, wie es weiter hieß. In zwei von ihnen seien nun eingeschlossene Tiere entdeckt worden - neben der Ameise auch eine Trauermücke und eine Kriebelmücke. Die Stücke lagern im Goethe-Nationalmuseum in Weimar.

dpa