Der eine ist auf der Flucht, der andere soll gewalttätig geworden sein: Zwei Patienten des Zentrums für Psychiatrie (ZfP) in Emmendingen sorgen derzeit für Aufsehen. Einer von ihnen soll im Freiburger Umland versucht haben, einem Mädchen das Fahrrad zu entreißen. Ein Passant sei dem Mädchen zu Hilfe gekommen, woraufhin der Mann ihn geschlagen und verletzt haben soll. Wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage mitteilte, passierte der Zwischenfall bereits vor zwei Wochen. Das Kind sei unverletzt geblieben, der Mann konnte festgenommen werden. Er habe aber erheblichen Widerstand geleistet, einen Polizeibeamten verletzt und einen Streifenwagen beschädigt.
Der Mann - eingewiesen wegen eines schweren Gewaltdelikts - hatte den Angaben nach einen unbegleiteten Stadtausgang beantragt. Diesen hatte die Psychiatrie befürwortet und die Staatsanwaltschaft schließlich genehmigt. Von diesem sei er jedoch nicht zurückgekehrt, am Folgetag sei das Mädchen angegriffen worden. Nach dem Vorfall seien jegliche Lockerungen für den Mann aufgehoben worden.
Patient kehrte von Ausgang nicht zurück
In einem anderen Fall wird nach wie vor nach einem wegen versuchten Totschlags verurteilten Straftäter aus dem ZfP gesucht. Der 26-Jährige ist nach Polizeiangaben seit dem 1. Mai auf der Flucht, er sei "potenziell gefährlich".
Das Landgericht Freiburg hatte ihn dem Sprecher zufolge im Juli vergangenen Jahres wegen versuchten Totschlags verurteilt. Er soll im November 2024 in einer Flüchtlingsunterkunft mit einem Messer auf einen Bewohner eingestochen und vor seiner Festnahme einen Polizeibeamten verletzt haben. Unklar ist, warum das Gericht den Angeklagten in einer Psychiatrie unterbringen ließ.