Eine 79-Jährige steht wegen Mordes vor dem Ellwanger Landgericht, weil sie ihren krebskranken Mann im Schlaf erstochen haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft der Seniorin vor, sie habe Anfang Oktober mehrfach auf den 84-Jährigen eingestochen. Laut Anklage erlitt der Mann 40 Stichverletzungen mit einem Küchenmesser.
Demnach soll die Angeklagte ihren Ehemann unter anderem an Kopf, Schulter, Armen, Händen und Oberschenkel getroffen haben. Er sei aufgrund von zwei Stichen in den Hals verblutet. Danach soll die Seniorin versucht haben, sich selbst zu töten.
Die Rentnerin habe befürchtet, dass sie zusammen mit dem schwer kranken Ehemann in einem Heim untergebracht wird, weil sie mit der Pflege des Seniors überfordert war, so die Staatsanwaltschaft. Der 84-Jährige hatte kurz zuvor zwei Schlaganfälle erlitten. Die Anklage wirft der Frau vor, heimtückisch den Senior im Schlaf angegriffen zu haben. Der Mann habe so keine Möglichkeit gehabt, sich zu wehren.
Angehörige entdeckten die beiden
Angehörige fanden die beiden Senioren im gemeinsamen Einfamilienhaus in Ellwangen. Die Angeklagte wurde schwer verletzt geborgen und im Koma mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen. Für den 84-jährigen Ehemann kam die Hilfe zu spät. Er war bereits tot.
Die Angeklagte sitzt seit Anfang Oktober in Schwäbisch Gmünd in Untersuchungshaft. Ihr Verteidiger kündigte an, dass er im Fortgang des Prozesses eine Stellungnahme der 79-Jährigen verlesen werde. Die Seniorin will sich selbst vor der Strafkammer nicht äußern. Das Verfahren wird Mitte April fortgesetzt. Dann soll auch das Urteil des Ellwanger Landgerichts erfolgen. Der Frau droht lebenslange Haft.