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Frauenleiche im Kröten-Tunnel: Mordprozess gegen Bekannten

Zum Prozessauftakt teilte der Anwalt des angeklagten Mannes mit, sein Mandant werde sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Foto: --
Zum Prozessauftakt teilte der Anwalt des angeklagten Mannes mit, sein Mandant werde sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Foto
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Im Mai 2025 entdecken Waldarbeiter eine Frauenleiche in einem Kröten-Tunnel. Unter Verdacht: ein Bekannter des Opfers. Als mutmaßlicher Mörder steht er nun vor Gericht.

Fast ein Jahr nach dem Fund einer Frauenleiche in einem Krötentunnel in Sindelfingen sitzt ein früherer Bekannter wegen Mordverdachts auf der Anklagebank. In den kommenden Wochen versucht die Kammer des Stuttgarter Landgerichts herauszufinden, ob der 46-Jährige für den brutalen Tod der Frau in einem Waldgebiet verantwortlich ist - und warum er es getan haben könnte. 

Zum Prozessauftakt teilte der Anwalt des angeklagten Mannes lediglich mit, sein Mandant werde sich zu den Vorwürfen nicht äußern. 

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft soll der Mann mit ukrainischer Staatsbürgerschaft seiner 38-jährigen Bekannten Ende Februar 2025 im Sindelfinger Wald aufgelauert haben. Auf ihrem Heimweg habe er sie vom E-Scooter gerissen und durch "Gewalteinwirkung gegen den Hals" umgebracht, sagte die Staatsanwältin. Seit Herbst 2024 habe zwischen den beiden eine Bekanntschaft bestanden - wie eng diese war, ist bislang nicht öffentlich geworden. Anfang vergangenen Jahres habe es aber immer wieder Streit gegeben. 

Waldarbeiter entdecken Leiche nach Monaten

Die Leiche soll der Mann in einem Krötentunnel unter der Straße an einem Rückhaltebecken versteckt haben. Monatelang blieb die Tat verborgen, dann entdeckten Waldarbeiter im Mai die Tote. Vier Wochen darauf wurde der Tatverdächtige aus dem Kreis Konstanz gefasst. 

Das Gericht will an insgesamt neun Tagen verhandeln - bis Mitte März.

dpa

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