Gesprächsbedarf Seniorin wählt mehr als 300 Mal den Notruf – bloß zum Plaudern

Bayern: Eine Seniorin telefoniert mit ihrem Smartphone
Immer, wenn sie Lust zu quatschen hatte, wählte eine Seniorin aus Bayern den Notruf (Symbolbild)
© Sebastian Gollnow / DPA
Reden über das, was in der Welt so passiert: Das möchte eine Frau aus Niederbayern – und findet unter der 110 stets jemanden, der ihre Anrufe entgegennimmt.

Sie wollte mit jemandem über das aktuelle Weltgeschehen quatschen: Nach mehr als 300 unberechtigten Notrufen hat eine Seniorin in Niederbayern Besuch von der Polizei bekommen. Die über 70-Jährige aus Kumhausen (Landkreis Landshut) habe seit Mai 2025 immer wieder die 110 gewählt, um zu "ratschen", sagte ein Polizeisprecher. Schließlich war dort rund um die Uhr jemand, der ihre Anrufe entgegennehmen konnte.

Polizei in Bayern stattet Seniorin mit Redebedarf Besuch ab

Am Mittwoch habe die Frau dann schließlich Besuch von einer Streife bekommen, nachdem sie wieder einmal den Notruf gewählt hatte. Die Beamten hätten ihr eindringlich "den Sinn des Notrufs" und "die Folgen bei weiterem Missbrauch" erklärt, teilte die Polizei mit. Die Frau habe Einsicht gezeigt und versprochen, künftig zum Reden nicht mehr die 110 zu wählen. 

"Wir sind ja auch Menschen", sagte ein Polizeisprecher. "Es ist was anderes, wenn jemand das in böser Absicht tut." Ob die Frau ihr Versprechen hält, muss sich nun zeigen.

DPA
yks

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