Im Prozess um einen Fleischbeil-Angriff auf eine Seniorin vor dem Landgericht Ellwangen ist das Urteil gegen den angeklagten Ex-Mann auf Freitag verschoben worden. Die Staatsanwaltschaft hat die Verlesung des Plädoyers verschoben. Sie wirft dem 78-Jährigen versuchten Totschlag vor. Hintergrund des Angriffs soll ein Streit um die Scheidung Ende August gewesen sein.
Die Auseinandersetzung soll laut Anklage derart eskaliert sein, dass der Mann im gemeinsamen Haus zunächst mehrfach mit einem Küchenmesser auf sie eingestochen haben soll. Anschließend soll er mit dem Fleischbeil mindestens 25-mal auf die Frau eingeschlagen haben. Die ebenfalls 78-jährige Seniorin erlitt Schnittverletzungen an Händen, Unterarmen und am Hals sowie lebensgefährliche Verletzungen am Kopf.
Angehörige holten Rettungskräfte
Der Mann rief den Ermittlungen zufolge anschließend seinen Sohn an. Er könne sehen, wie seine Mutter "erledigt" worden sei. Die eilig herbeigeeilten Angehörigen verständigten laut Anklage Polizei und Rettungskräfte. Das schnelle Eingreifen habe das Leben der 78-Jährigen gerettet, hieß es von der Staatsanwaltschaft.
Der Mann wurde festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Die Frau tritt über ihren Anwalt als Nebenklägerin auf. Ob der Rentner sich zu den Umständen äußern wird, blieb am ersten Verhandlungstag offen. Zu Prozessbeginn wurde nur die Anklage verlesen.