Mehr als sieben Jahre nach dem Terroranschlag während des Weihnachtsmarkts im elsässischen Straßburg steht der mutmaßlich wichtigste Helfer des Täters ab Montag (10.00 Uhr) in einem Berufungsprozess in Paris vor Gericht. Mit der Beschaffung von Waffen soll der Mann dem Täter, dessen islamistische Radikalisierung er kannte, bei der Umsetzung seiner Terrorpläne geholfen haben, hatte das Gericht in erster Instanz geurteilt und ihn zu 30 Jahren Haft verurteilt. Dagegen ging der aus der Elfenbeinküste stammende Angeklagte in Berufung.
Bei dem Anschlag waren 2018 fünf Menschen getötet und elf weitere verletzt worden. Der Islamist Chérif Chekatt hatte am Abend des 11. Dezember in Gassen und auf Plätzen Menschen mit einer Schusswaffe und einem großen Messer angegriffen. Es kam zu einem Schusswechsel mit den zum Schutz des Weihnachtsmarkts eingesetzten Militärkräften. Aber Chekatt gelang zunächst die Flucht. Zwei Tage später wurde er nach einer Großfahndung im französisch-deutschen Grenzgebiet bei einem Schusswechsel mit Beamten in Straßburg getötet. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Anschlag für sich.