2. Fußball-Bundesliga
Nürnberg in Berlin: Hoffen auf Revanche und Blitzheilung

Miroslav Klose in Aktion am Spielfeldrand. Foto: David Inderlied/dpa
Miroslav Klose in Aktion am Spielfeldrand. Foto
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Der 1. FC Nürnberg hat gegen Hertha etwas gutzumachen. Ob ein Neuzugang dabei mitmachen kann, ist offen.

Diese Heimniederlage hat Miroslav Klose nicht vergessen. In Erinnerung an das 0:3 in der Hinrunde gegen Hertha BSC stellte der Trainer des 1. FC Nürnberg vor der Revanche gegen die Berliner in der 2. Fußball-Bundesliga klar: "Fakt ist, dass wir ein anderes Gesicht zeigen müssen."

Die Franken wollen im Unterhaus nach oben schielen und nach oben klettern. Da passt es ganz gut, dass Hertha in der Tabelle just einen Rang vor dem achtplatzierten Club steht. Wegen vier Punkten Rückstand kann die Klose-Elf die Hauptstädter zwar selbst bei einem Auswärtserfolg nicht einholen. Aber dem ehemaligen Weltklasse-Stürmer geht es darum, in Schwung zu bleiben.

Klose erwartet "sehr kompliziertes Spiel"

Dass Nürnberg zuletzt dreimal nacheinander kein Tor erzielte gegen Berlin (0:3, 0:0, 0:2), das interessiere ihn wenig - zumal er selbst nicht für alle diese Partien verantwortlich war, sagte Klose. Dem WM-Rekordtorschützen geht es um das Hier und Jetzt. "Dass Berlin Qualität hat, das sehen und wissen wir", sagte er und ergänzte mit Verweis auf die jüngsten drei Dämpfer der Berliner im DFB-Pokal und in der Meisterschaft: "Deswegen wird das Spiel sehr kompliziert."

Um die eigenen Chancen zu erhöhen, hofft Klose auf eine Blitzheilung von Rabby Nzingoula. Der Neuzugang im defensiven Mittelfeld hatte sich zuletzt beim 1:1 in Bochum eine Blessur im Sprunggelenk zugezogen und konnte noch nicht wieder trainieren. "Ich bin optimistisch und guter Dinge", sagte der Coach zwei Tage vor der Partie in Berlin am Sonntag (13.30 Uhr/Sky). 

"Es kann sein, dass es aufploppt und einfach alles weg ist." Sollte es aber nicht klappen, dann habe Nürnberg "genug Spieler in der Hinterhand, ihn zu ersetzen", sagte Klose.

Schmunzler bei Pressekonferenz

Auf einen kann er dabei womöglich wieder besonders setzen: Stürmer Mohamed Ai Zoma erzielte sieben Tore in zuletzt neun Zweitligaspielen. Beim 1:1 in Bochum traf er sogar erstmals in der Fremde.

Dass Klose selbst als Aktiver übrigens gern und oft gegen Hertha Tore erzielte, das sorgte bei dem Ex-Profi auf der Pressekonferenz vor der Berlin-Reise für ein Lächeln. "Wenn Sie darauf hinauswollen, dass ich mich selbst einwechsle: Das passiert nicht", sagte er. "Da habe ich Vertrauen in meine eigenen Jungs."

dpa

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