Mit einer großangelegten Durchsuchung ist dem Zoll ein Schlag gegen Schwarzarbeit in Bayern gelungen. Eine Münchner Sicherheitsfirma soll die öffentliche Hand und die Sozialversicherung um schätzungsweise zehn Millionen Euro gebracht haben, wie der Zoll mitteilte. Die Ermittler fanden bei den Durchsuchungen auch 30 Waffen und Munition, darunter mehrere Gewehre und Pistolen sowie die Munition für ein Sturmgewehr.
Drei Hauptverdächtige wurden den Angaben zufolge mit Haftbefehl wegen des Verdachts der Schwarzarbeit festgenommen. Sie sitzen nun in Untersuchungshaft. Den Beschuldigten drohen Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren, in schweren Fällen sind demnach auch bis zu zehn Jahre möglich. Zudem stellten die Zöllner Vermögenswerte in einem Gesamtwert von rund 2,5 Millionen Euro sicher. Dazu sollen unter anderem ein Sportwagen, mehrere Immobilien, Luxusuhren und Gold gehören.
Durch Scheinfirmen versucht, Schwarzarbeit zu verdecken
Das Security-Unternehmen soll versucht haben zu verschleiern, dass die Beschäftigten schwarz bezahlt werden. Bei den Durchsuchungen Ende Februar in München und Umland waren den Angaben zufolge mehr als 250 Einsatzkräfte beteiligt. Neben den zwei Firmengebäuden seien auch 18 Privatwohnungen der Beschuldigten durchsucht worden. Die Hauptverdächtigen seien bereits in der Vergangenheit durch Gewaltdelikte aufgefallen, hieß es von der Behörde.