Stadtratswahlen
Würzburgs Ex-OB kandidiert für Stadtrat und tritt in CSU ein

Christian Schuchardt möchte sich weiter in Würzburg engagieren. (Archivbild) Foto: Martin Schutt/dpa
Christian Schuchardt möchte sich weiter in Würzburg engagieren. (Archivbild) Foto
© Martin Schutt/dpa
Nach seinem Wechsel zum Deutschen Städtetag zieht es Christian Schuchardt zurück in die Kommunalpolitik. Was ihn an seiner Kandidatur für den Stadtrat in Würzburg reizt.

Mehr als ein halbes Jahr nach dem Wechsel des früheren Würzburger Oberbürgermeisters Christian Schuchardt zum Deutschen Städtetag hat der Politiker seine Kandidatur für den Stadtrat angekündigt. "Kommunalpolitik ist mein Leben", sagte er der "Main-Post". "Ich liebe die Stadt Würzburg und bin gern für ihre Menschen da. Gleichzeitig biete ich mit meiner Kandidatur an, meine Expertise auch weiter in die Zukunft unserer Stadt einzubringen." Als Hauptgeschäftsführer des führenden kommunalen Spitzenverbandes möchte er mit der ehrenamtlichen Arbeit den Kontakt zur Basis nicht verlieren und wissen, wie die Themen vor Ort diskutiert werden. 

Listenplatz 20

Schuchardt ist gebürtiger Frankfurter und war in Hessen bei der CDU in die Kommunalpolitik eingestiegen. Als er 2014 zum Würzburger Oberbürgermeister gewählt wurde, war er der erste CDU-Politiker in Bayern in dieser Position. Mittlerweile sei er auch CSU-Mitglied, sagte der 57-Jährige dem Blatt. Er kandidiert auf Listenplatz 20 der CSU. 

"Im ehrenamtlichen Stadtrat kommt es auf die Teamarbeit in der Fraktion an. Da gehöre ich natürlich zur CSU und ziehe mir auch das Trikot an", sagte Schuchardt. "Die CSU hat in ihrer Satzung erst vor wenigen Jahren die Möglichkeit der Doppelmitgliedschaft eingeführt."

Die CSU stellt derzeit 13 Stadträtinnen und Stadträte von 50, die Grünen sind mit 16 die größte Fraktion. 51. Stadtratsmitglied ist der OB. Schuchardt war bei der Kommunalwahl vor sechs Jahren Stimmenkönig der CSU-Fraktion.

OB-Wahl bereits im vergangenen Mai

Wegen Schuchardts Wechsel zum Städtetag hatten die Würzburger bereits im vergangenen Mai einen neuen Rathauschef wählen müssen - der Grünen-Politiker Martin Heilig gewann damals. Bei der Kommunalwahl am 8. März entscheiden die etwa 100.000 Stimmberechtigten daher nur über den Stadtrat, nicht mehr über den OB. Heilig bleibt somit voraussichtlich bis 2032 im Amt, wenn wieder beide Wahlen zusammengelegt werden.

dpa