2. Fußball-Bundesliga
Brekalo mit rechts und links: Hertha zeigt eine Reaktion

Josip Brekalo schießt Hertha zum Sieg gegen Nürnberg. Foto: Andreas Gora/dpa
Josip Brekalo schießt Hertha zum Sieg gegen Nürnberg. Foto
© Andreas Gora/dpa
Neuzugang Josip Brekalo stimmt die Fans von Hertha BSC quasi im Alleingang milde. Der Aufstieg ist trotzdem kaum noch möglich - Geschäftsführer Peter Görlich kündigt Veränderungen an.

Dank Doppeltorschütze Josip Brekalo hat Hertha BSC eine Woche nach der 2:5-Klatsche in Paderborn Wiedergutmachung betrieben und seine Fans milder gestimmt. "Ich bin natürlich sehr glücklich. Ich hoffe, dass wir jetzt etwas aufbauen können mit diesem Sieg. Wir müssen uns aufs nächste Spiel jetzt konzentrieren. Dann wieder drei Punkte holen und dann mal schauen", sagte Brekalo nach dem 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg. 

Der 27 Jahre alte Kroate spielt erst seit einem Monat für Hertha. Die Ausbeute von drei Toren in vier Spielen kann sich sehen lassen. Gegen Nürnberg traf der Offensivspieler erst mit links, dann mit rechts. "Egal wie, Hauptsache wir gewinnen das Spiel", erklärte Brekalo. 

Auch Trainer Stefan Leitl war sichtlich erleichtert. "Kompliment an die Jungs, weil wir schon einen Rucksack hatten. Die Woche war nicht ganz so einfach für uns", berichtete der 48-Jährige.

Görlich kündigt Veränderungen "im Gesamtsystem" an

An der Tabellensituation ändert das Ergebnis wenig. Im Rennen um den Aufstieg wird Hertha keine maßgebliche Rolle mehr spielen, während der Vorsprung auf die Abstiegsplätze komfortabel ist. Dass das Aufstiegsziel bereits im Februar ad acta gelegt werden musste, wird allerdings Konsequenzen haben, wie Geschäftsführer Peter Görlich bei Sky ankündigte.

"Natürlich wird es nach so einer Saison Veränderungen geben im Gesamtsystem. Es ist nicht so, dass ich das auf eine einzelne Person fokussieren möchte. Sondern wir müssen uns als Gesamtorganisation hinterfragen: Sind wir in der Lage, mit diesen großen Zielen umzugehen? Das ist nicht nur eine Person", stellte Görlich klar, der zu Saisonbeginn den Aufstieg als Ziel ausgerufen hatte.

Auf die Frage, ob Sportdirektor Benjamin Weber noch den Kader für kommende Saison plant, erklärte der 58-Jährige: "Das ist keine kurze Antwort, weil wir bereits seit September in der Kaderplanung sind für den nächsten Sommer."

Fünf Änderungen in der Startelf

Mit fünf Änderungen in der Startelf dominierte der Hauptstadt-Club von Beginn das Duell mit Nürnberg, erspielte sich aber kaum Torchancen. Ein präziser Flachschuss von Brekalo aus rund 16 Metern (26. Minute) genügte zur verdienten Führung. Als beide Teams quasi schon auf dem Weg in die Kabine waren, nutzte Nürnberg seine erste Möglichkeit zum Ausgleich. Tom Baack kam in zentraler Position völlig frei zum Kopfball. 

Nach der Pause passierte auf dem Rasen zunächst fast noch weniger als in der ersten Halbzeit. Schließlich war es erneut Brekalo (88.) mit einem Flachschuss, der die Berliner Fans jubeln ließ.

dpa