Die Menschen in Brandenburg können ab sofort wieder melden, wenn sie Hirschkäfer sehen, und so zu ihrem Schutz beitragen. Der kastanienfarbene Käfer mit seinem markanten Geweih gilt nach Angaben des Landesamtes für Umwelt Brandenburg (LfU) weiterhin als stark gefährdet.
Über ein Online-Meldeportal können Sichtungen eingetragen werden. Im vergangenen Jahr gingen dort insgesamt 650 Meldungen ein. 2020 waren es noch 137. Die gesammelten Daten sollen helfen, Maßnahmen zum besseren Schutz der Lebensräume des Hirschkäfers zu entwickeln.
Aber Vorsicht: Der Hirschkäfer könne leicht mit dem ähnlichen, aber deutlich kleineren Balkenschröter verwechselt werden, hieß es. Das LfU erhielt 2025 eigenen Angaben zufolge vermehrt falsche Sichtungsberichte.
Ein Käfer als Marker für eine gesunde Umwelt
Ab Mitte Mai beginnt nach Angaben des LfU die Flugsaison des Hirschkäfers. Dieser lebe inzwischen nicht mehr ausschließlich in Laubwäldern, sondern hat sich an die Menschen und ihre Lebensräume angepasst. Vor allem in der Dämmerung und nachts könnten aufmerksame Beobachter und Beobachterinnen auch auf "Streuobstwiesen, Parkanlagen, Alleen, Baumreihen, Feldgehölzen, Gärten und Friedhöfen" fündig werden.
Nach LfU-Angaben gilt die Art wegen ihrer engen Bindung an Tot- und Altholz generell als Hinweis auf ein intaktes Ökosystem.