Basketball-Bundesliga
Kayil könnte Albas "X-Faktor" in den Playoffs werden

Youngster Jack Kayil hat die NBA fest im Visier (Archivbild) Foto: Matthias Stickel/dpa
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Im Sommer möchte sich der beste Bundesliga-Nachwuchsspieler den Traum von der NBA erfüllen, aber vorher geht es mit Alba in die Playoffs. Und da könnte Kayil ein wichtiger Faktor sein.

Wenn Alba Berlin am Sonntag in der Basketball-Bundesliga gegen Rasta Vechta (18.30 Uhr/Dyn) in die Playoffs startet, werden vor allem Spieler gesucht, die in einer engen Serie den Unterschied ausmachen könnten. Bei den Berlinern könnte dies Spielmacher Jack Kayil werden. "Er war schon viele Male dieser X-Faktor. Er ist einer, der in der Offensive durch seine individuelle Qualität Lösungen findet", lobte ihn Trainer Pedro Calles.

Der 20-jährige gebürtige Berliner ist in seinem ersten Alba-Profijahr schnell zum Leistungsträger gereift und wird auf dem Spielfeld oft in engen Situationen gesucht. "Er kann sehr gut Würfe kreieren. Wir wissen alle, was er kann. Und wir wissen, was wir von ihm brauchen und dass er es uns geben kann. Er ist eine wichtige Stütze in unserem Spiel", sagte Kapitän Jonas Mattisseck, der seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag um zwei Jahre verlängerte.

Kayils Ziel im Sommer ist die NBA 

Und Kayil nimmt diese Verantwortung gern an. "Ich weiß meine Rolle und ich fühle mich total wohl darin. Ich freue mich, wenn ich solche Würfe nehmen darf", sagte er. 

Nicht umsonst wurde Kayil gerade erst in der BBL und in der Champions League zum besten Nachwuchsspieler gewählt. Auch, wenn der 20-Jährige sich gar nicht so sehr im Fokus sieht. "Wir hatten über die ganze Saison viele im Team, die in wichtigen Momenten den Schritt nach vorn gemacht haben", sagte der Youngster.

Für Kayil sind es die ersten Playoffs mit Alba und gleichzeitig seine letzten. Denn nach dem Saisonende geht es in die USA. Ursprünglich sollte es ans College nach Gonzaga gehen, doch Kayil hat sich für den NBA-Draft angemeldet.

"Ich will meine Chance nutzen, da direkt reinzurutschen", sagte der Berliner. Eine Wahl in der ersten Runde ist nicht ausgeschlossen. Aber auch wenn er zugibt, dass diese Umstände es nicht immer einfach machen, den vollen Fokus auf Berlin zu legen, hat er mit Alba noch etwas vor in dieser Saison. "Ich bin hier noch nicht fertig", sagte der Hoffnungsträger.

dpa