Forschung
Charité und Philharmoniker starten Forschungskooperation

Die Berliner Philharmoniker wurden 1882 gegründet. (Archivbild). Foto: Annette Riedl/dpa
Die Berliner Philharmoniker wurden 1882 gegründet. (Archivbild). Foto
© Annette Riedl/dpa
Wie kann Musik die Gesundheit beeinflussen? Dieser und weiterer Fragen wollen die zwei Einrichtungen gemeinsam auf den Grund gehen. Geplant sind auch Formate für die Öffentlichkeit.

Mit gemeinsamen Forschungsprojekten an der Schnittstelle zwischen Musik und Medizin wollen die Universitätsmedizin Charité und die Berliner Philharmoniker in Zukunft enger zusammenarbeiten. Die beiden Einrichtungen haben eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterschrieben, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung heißt. 

"Die Zusammenarbeit mit den Philharmonikern eröffnet uns neue Perspektiven an der Schnittstelle von Medizin, Wissenschaft und Kultur", teilte Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité, mit. "Gemeinsam wollen wir erforschen, wie musikalische Prozesse Prävention, Heilung und mentale Gesundheit unterstützen können – und dieses Wissen sowohl in die medizinische Praxis und in die Gesellschaft hineinwirken lassen."

Musik kann Lebensqualität verbessern

Die Philharmoniker wirken als Partner zum Beispiel bei der Erforschung musikbezogener Gesundheitseffekte mit oder auch als Forschungsgebiet für Themen wie Resilienz und Leistungsfähigkeit. Musik berühre, verbinde und könne Gesundheit und Lebensqualität nachweislich fördern, wird Andrea Zietzschmann, Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker, in der Mitteilung zitiert.

Geplant sind unter anderem Forschungsprojekte zu den Themen Musikphysiologie, neurobiologische Grundlagen musikalischer Wirkung und technologische Anwendungen im digitalen Raum. Außerdem wollen die Charité und die Philharmoniker auch Formate für die Öffentlichkeit entwickeln. Als Beispiel nennen sie Dialogkonzerte oder musikbasierte Gesundheitsinitiativen.

dpa