Fußball-Fans in Berlin können sich bei den deutschen WM-Vorrundenspielen auf Public Viewing in der Hauptstadt freuen. Für die Spiele mit Anstoßzeit bis einschließlich 22.00 Uhr wurde eine entsprechende Ausnahmeregelung getroffen, wie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt mitteilte. Gaststätten mit Außengastronomie können die Partien demnach bis in die Nacht übertragen.
"Die neue Regelung sieht vor, dass die Nutzung der Außenbereiche bis zum Ende der jeweiligen Spiele, die innerhalb der zugelassenen Zeiten begonnen haben, bis zum Spielende verlängert werden darf. Diese Ausnahmeregelung gilt ausdrücklich nur für Betriebe, die die genannten Spiele öffentlich übertragen.", hieß es in einer Mitteilung.
In Berlin gilt Nachtruhe zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr. WM-Spiele, die beispielsweise um Mitternacht oder später angepfiffen werden, dürfen folglich nicht öffentlich übertragen werden. Dazu zählen etwa Vorrundenspiele der Türkei oder der Brasilianer.
Vor wenigen Wochen hatte das Bundeskabinett die nötigen Ausnahmen von den normalerweise geltenden Lärmschutzregeln beschlossen. Damit wurden öffentliche Übertragungen von Spielen auch nach 22.00 Uhr möglich.
Dann spielt Deutschland
Das erste Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao beginnt um 19.00 Uhr, die beiden Spiele gegen die Elfenbeinküste und Ecuador jeweils um 22.00 Uhr. Das Finale und die Halbfinals starten um 21.00 Uhr, das Spiel um Platz 3 um 23.00 Uhr.
Die Verordnung gilt nach Angaben der Senatsverwaltung für die DFB-Pokalfinals der Frauen am 14. Mai und der Männer am 23. Mai 2026 in Berlin sowie für die WM vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in Mexiko, Kanada und den USA. Nach der Zustimmung des Rats der Bürgermeister werde der Beschluss nun formal von Senatorin Ute Bonde abgezeichnet und anschließend veröffentlicht.
Dehoga begrüßt Entscheidung
Der Hotel- und Gastronomieverbands Berlin bezeichnete die Entscheidung als wichtigen Impuls für die Gastronomie. "Gerade bei großen Sportereignissen steigt die Nachfrage. Verlängerte Öffnungszeiten schaffen die nötige Flexibilität für die Betriebe und tragen zu einer lebendigen Atmosphäre in der Stadt bei – für Berlinerinnen und Berliner ebenso wie für internationale Gäste", sagte Hauptgeschäftsführer Gerrit Buchhorn.